David Werdyger

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Profil.png Profil: Werdyger, David
Persönliche Daten
30. Oktober 1919
Polen
2. April 2014
New York


David Werdyger (* 30. Oktober 1919 in Polen; gest. 2. April 2014 in New York) war ein chassidischer Chasan.

1 Vita

  • Sein Vater war der wohlhabende Bekleidungskaufmann Yisrael Aryeh Werdyger. David Werdyger hatte sieben Geschwister.
  • Kurz nach seiner Geburt zog die Familie nach Krakau.
  • Im Alter von sechs Jahren wurde er Chorsänger in der Eizik Yeikeles Synagoge in Krakau. Mit zwölf Jahren wurde er Solosänger in der Synagoge von Góra Kalwaria.
  • Während der Besetzung Polens durch die Nazis ab 1939 wurde er mehrfach verhaftet und zur Zwangsarbeit gezwungen.
  • Die Familie musste Krakau verlassen und zog nach Proszowice. Dort versteckten sie sich im Geschäft eines Onkels vor den Nazis. Sie wurden aufgespürt und in das Ghetto Podgórze deportiert. Seine Eltern wurden dann nach Sosnowice deportiert. David Werdyger sah sie nie mehr wieder.
  • Später wurde er in das KZ Plaszow deportiert. Bevor er dort erschossen werden sollte, fragte ihn der KZ-Kommandant Amon Göth nach seinem Beruf. Als er antwortete, dass er Sänger sei, wollte Göth von ihm ein typisches jüdisches Lied zur Beerdigung hören. Er sang daraufhin das Beerdigungsgebet El Molei Rachamim. Irgendwie scheint Göth davon beeindruckt gewesen zu sein, so dass David Werdyger nicht erschossen wurde.
  • Später war er auch im KZ Mauthausen und in einem KZ bei Linz, wo er am 5. Mai 1945 befreit wurde.
  • Kurz nach 1945 heiratete er Malka Godinger. Die beiden gingen nach Paris und später in die USA. [1]
  • Dort arbeitete er als Chasan in Synagogen in der Lower East Side von New York. Bald gab er Konzerte in Chicago, Philadelphia, Pittsburgh und anderen Städten.
  • Er musizierte auch mit seinen vier Söhnen.
  • Er nahm bald viele Schallplatten auf, und gründete auch ein eigenes Plattenlabel (Aderet Records). Mit seiner Musik wurde er sehr populär und machte Tourneen in den USA, Kanada und Großbritannien. [2]
  • Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1980 heiratete er Sarah Wercberger.

2 Literatur

3 Weblinks

3.1 Videos

4 Einzelnachweise

  1. Tzvi Rabinowicz: The Encyclopedia of Hasidism, Jason Aronson, 1996, S. 536 und 537
  2. Ilana Abramovitch und Seán Galvin: Jews of Brooklyn, Brandeis University Press, 2002, S. 190 ff.

5 Hinweis zur Verwendung

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6 Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (David Werdyger) vermutlich nicht.