Umweltzerstörung in der DDR

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In der Glorifizierung des „Arbeiter- und Bauernstaates“ wurden die Probleme verdrängt

Die Umweltzerstörung in der DDR ist wissenschaftlich umfangreich dokumentiert,[1] wird jedoch meist nur als eines von vielen Problemen wahrgenommen, die nach der Wende 1989 in Deutschland erkannt wurden. In der Politik der sogenannten Deutschen Demokratischen Republik hatte die wirtschaftliche Entwicklung im „Arbeiter- und Bauernstaat“ stets Vorrang vor dem Umweltschutz.[2] Die Umweltprobleme waren für viele Bewohner der betroffenen Regionen offensichtlich, wurden jedoch dem westlichen Kapitalismus angelastet und offiziell verschwiegen.[3] Kritische Literatur gab es kaum.

Ein Beispiel sind die Buna-Werke, die seit 1967 zum Chemiekombinat Otto Grotewohl gehörten: 1997 wurde mit 809 Millionen Mark Sanierungskosten für den Rechtsnachfolger Buna Dow Leuna Olefinverbund GmbH gerechnet.[4] Weitere Problemfelder sind die Chemiestandorte um Bitterfeld-Wolfen und die Leunawerke.[5] Inzwischen werden die Gesamtkosten in einigen Bereichen auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Ein zeitliches Ende der Sanierung ist teilweise nicht absehbar.[6]

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1 Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Umweltzerstörung in der DDR) vermutlich nicht.




2 Siehe auch

3 Literatur

  • Erik Neutsch: Spur der Steine, Mitteldeutscher Verlag, Halle 1964

4 Einzelnachweise

  1. siehe zum Beispiel der Bericht des Umweltbundesamtes zur Leitsubstanz 1-Hydroxypyren, Hintergrund / Januar 2016, Seite 10
  2. Annette Hinz-Wessels: Niedergang der DDR - Umweltzerstörung, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
  3. Umweltbilanz der DDR: „Es war katastrophal“, Bericht im Deutschlandfunk 2015
  4. Der Spiegel vom 11. August 1997: Subventionsloch Buna
  5. Informationen zur Sanierung in Sachsen-Anhalt
  6. Sanierung von DDR-Altlasten: Giftiges Erbe in Bitterfeld-Wolfen, Bericht vom Deutschlandfunk am 8. April 2019

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