Simeon Bellison

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flag of Israel.svg.png Achtung! Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

Icon tools.svg Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia. Dein Wissen zählt!
Hast du Informationen zu "Simeon Bellison" (Auch kleine?) Hilf uns, diesen Artikel zu ergänzen, auszubauen und mitzugestalten!
... Lies hier nach wie es geht - Teile Dein Wissen mit uns!

Wir können zudem auch Spenden gebrauchen.

😃 Profil: Bellison, Simeon
Persönliche Daten
4. September 1881
Moskau
4. Mai 1953
New York


Simeon Bellison (* 4. September 1881 in Moskau; gest. 4. Mai 1953 in New York) war ein jüdischer Klarinettist und Komponist.
Simeon Bellison beim Spiel der Klarinette

1 Vita

  • Der als Simeon Beylizon geborene Musiker erlernte von seinem Vater, der Leiter eines Militärorchesters in Smolensk war, das Klarinettenspiel. Ab dem Alter von neun Jahren begann er im Orchester seines Vaters zu spielen. Als sich V. I. Safonov, der Direktor des Moskauer Konservatoriums, in Smolensk aufhielt und das Orchester hörte, war er vom Spiel des jungen Mannes beeindruckt und lud ihn ein das Moskauer Konservatorium zu besuchen.
  • Von 1894 bis 1901 studierte er dann mit Auszeichnung am Moskauer Konservatorium bei Josef Friedrich. Neben seinem Klarinettenstudium belegte er auch spezielle Kurse für Orchestration bei Ippolitow-Iwanoff. [1] Er diente nach dem Studium im russisch-japanischen Krieg von 1904/1905 in der zaristischen Armee. Ab 1904 spielte er in Opernorchestern in Moskau und Petrograd und war in Sankt Petersburg Soloklarinettist des zaristischen Opernorchesters. Er trat daneben als Kammermusiker in Russland und im Ausland mit von ihm organisierten Ensembles auf. Beileison war sehr aktiv in der Erforschung und Förderung jüdischer Volksmusik, die er sammelte, editierte und arrangierte. In Sankt Petersburg gründete er das jüdische Kammerensemble Simro. Dies Sextett bestand aus einem Streichquartett, Klavier und Klarinette und tourte durch Russland, China, Indien, Japan, die USA und Kanada. Das Debüt von Zimro in den USA fand im September 1919 in Chicago unter der Schirmherrschaft der Zionist Organization of America statt. [2] [3]
  • 1919 migrierte er nach der Oktoberrevolution in die USA und wurde Mitglied des New York Philharmonic Orchestra. Diesen Posten bekleidete er bis 1948. In den USA amerikanisierte er seinen Namen zu Simon Bellison.
  • Berühmt geworden ist der Kompositionsauftrag des Ensembles an Serge Prokofieff für die Ouvertüre über hebräische Themen (op. 34) für Klarinette, Streichquartett und Klavier. Prokofjew schrieb 1919 in sein Tagebuch:
    Karte mit Bild von Simeon Bellison
"In the fall of 1919 the Jewish “Zimro” ensemble came to America. It consisted of a string quartet, clarinet, and piano, all of them fellow students of mine at the Petersburg conservatoire. The official purpose of their concert tour was to raise funds for a conservatoire in Jerusalem. But this was merely to impress the Jewish population of America. Actually they barely made enough to keep themselves alive. They had a repertoire of rather interesting Jewish music for diverse combinations of instruments: for two violins, trio, etc. They asked me to write an overture for a sextet, and gave me a notebook of Jewish themes. I refused at first on the grounds that I used only my own musical material. The notebook, however, remained with me, and glancing through it one evening I chose a few pleasant themes and began to improvise at the piano. I soon noticed that several well-knit passages were emerging. I spent the next day working on the themes and by evening had the overture ready." [4]
  • Zu Bellisons Projekten gehörte das Simeon Bellison Clarinet Ensemble, ein einzigartiges Ensemble von 75 Klarinettisten, das 1927 mit großem Erfolg durch die USA tourte. Es war vor 1940 das ambitionierteste und bedeutendste Klarinettenensemble weltweit. [5]

2 Literatur

3 Weblinks

4 Video und Audio

5 Einzelnachweise

  1. Friedrich K. Pfatschbacher: Der Klarinettenchor - Eine spezielle Ensembleform erobert die internationalen Konzertbühnen, tredition, 2017
  2. Dieter Glöckler: Unbekannte Kammermusikschätze aus dem Osten Europas
  3. Gdal Saleski: Famous Musicians of a Wandering Race - Biographical Sketches of outstanding Figures of Jewish Origin in the Musical World, Bloch Publishing Company, New York, 1927, S. 455
  4. Nelly Kravetz: I must be the only Jewish composer! - Prokofiev and Jewish Music
  5. Friedrich K. Pfatschbacher: Der Klarinettenchor - Eine spezielle Ensembleform erobert die internationalen Konzertbühnen, tredition, 2017

6 Hinweis zur Verwendung

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway