Nürnberger Prozess

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Die Nürnberger Prozesse umfassen eine Reihe von Prozessen, die in der Zeit von 1945 bis 1949 gegen führende Repräsentanten des Nationalsozialismus in Deutschland stattfanden. Hauptanklagepunkte waren Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Rechtsgrundlage war unter anderem das Kontrollratsgesetz Nr. 10 vom 20. Dezember 1945. Das Verfahren stellt eine wichtige Weiterentwicklung des Völkerrechts dar.

Beim Nürnberger Hauptprozess wurden viele Nationalsozialisten zum Tode verurteilt und erhängt. Wenige dieser Betroffenen haben es jedoch geschafft, noch vor der Vollstreckung sich selbst zu töten (zum Beispiel Göring). Unter den zu Tode Verurteilten waren hochrangige Führer der deutschen Wehrmacht wie zum Beispiel Reichsmarschall und Feldmarschall Wilhelm Keitel als Oberkommandierender, Alfred Jodl und Karl Dönitz. Dieser erste Prozess begann am 20. November 1945. Als einziges Verfahren fand er vor einem Internationalen Militärgerichtshof statt, der sich aus Vertretern der vier Siegermächte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zusammensetzte. Von den 24 Angeklagten wurden zwölf zum Tode und sieben zu Freiheitsstrafen verurteilt, drei Angeklagte wurden freigesprochen. Zwei Verfahren wurden ohne Verurteilung eingestellt.[1] Der Hauptprozess endete am 1. Oktober 1946. Binnen drei Jahren fanden in der US-amerikanischen Besatzungszone und vor deren Militärgerichten zwölf weitere große Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher statt. Dies waren:[2]

1 Literatur

  • Law Reports of Trials of War Criminals. Selected and prepared by the United Nations War Crimes Commission 1947–1949, Library of Congress.
  • George Andoor: Das Nürnberger Tribunal vor 70 Jahren – Teil 1, Faires Verfahren oder Siegerjustiz ? In: Zeitschrift für das Juristische Studium, 2015, S. 356–369.
  • George Andoor: Das Nürnberger Tribunal vor 70 Jahren – Teil 2, Faires Verfahren anhand der Grundsätze eines neuen Völkerstrafrechts. In: Zeitschrift für das Juristische Studium, 2015, S. 473–484.
  • Gerhard Brennecke: Die Nürnberger Geschichtsentstellung. Quellen zur Vorgeschichte und Geschichte des 2. Weltkriegs aus den Akten der deutschen Verteidigung. Veröffentlichungen des Instituts f. deutsche Nachkriegsgeschichte, Bd. V. 2. Aufl. Tübingen: Verl. d. Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, 1970.
  • Klaus Kastner: Die Völker klagen an. Der Nürnberger Prozess 1945–1946. Primus, Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-549-4.
  • Telford Taylor: Die Nürnberger Prozesse, München 1996, Ungekürzte Taschenbuchausgabe im [[Heyne-Verlag, 2. Auflage
  • Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Der Nationalsozialismus vor Gericht. Die alliierten Prozesse gegen Kriegsverbrecher und Soldaten 1943–1952 (= Fischer-Taschenbücher. Die Zeit des Nationalsozialismus 13589). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-13589-3.

2 Einzelnachweise

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Prozess_gegen_die_Hauptkriegsverbrecher
  2. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nürnberger_Prozesse#Die_zwölf_Nachfolgeprozesse

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