Cyber-Mobbing

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter Cyber-Mobbing versteht man die Drangsalierung (Mobbing) anderer Menschen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel durch einzelne Personen oder durch Gruppen. Hilfsmittel können das Internet, zum Beispiel Chatrooms oder ein Forum, aber auch Messengerdienste oder Mobiltelefone sein.

In letzter Zeit gewann der Begriff vor allem im Zusammenhang mit Schülern, die Videos oder Bilder von Lehrern bearbeitet haben und anschließend ins Internet gestellt haben, an Bedeutung. Eine repräsentative Studie der Universität Münster zusammen mit der Techniker Krankenkasse kam 2011 zu dem Ergebnis, dass 32 % (in NRW sogar 36 %) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Opfer von Cybermobbing betroffen sind. 21 % der Befragten konnten sich vorstellen, als Täter im Internet aufzutreten.[1]

Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Rechtslage

In den USA lässt sich auf gesamtstaatlicher Ebene der Begriff des Cyber-Mobbings unter der dort herrschenden Rechtslage nicht fassen, da die einzelnen Bundesstaaten jeweils ein eigenes Strafrecht haben.

Cyber-Mobbing in Deutschland ist teilweise gesetzlich geregelt, weil die Meinungsfreiheit laut Art. 5 GG ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der persönlichen Ehre findet. Cyber-Mobbing wird jedoch in Deutschland nicht als eigener Straftatbestand definiert. Allerdings sind einzelne Formen von Cyber-Mobbing strafbar und können Gegenstand zivilrechtlicher Ansprüche sein (etwa Unterlassung und Schadensersatz). In Betracht kommt insbesondere die Beleidigung.

Der Schutz von Meinungsäußerungen tritt regelmäßig hinter dem Persönlichkeitsrechtsschutz zurück, wenn sich die betreffenden Äußerungen als Schmähung darstellen. Urteile sagen dazu aus: Eine Äußerung ist als Schmähkritik anzusehen, wenn sie sich nicht auf eine Auseinandersetzung in der Sache bezieht, sondern jenseits einer polemischen und überspitzten Kritik in der persönlichen Herabsetzung des Betroffenen besteht.[2]

2 Kritik

Es wird oft behauptet, dass die Möglichkeit, sich unter einem Pseudonym zu äußern, für den Prozess der öffentlichen Meinungsbildung von Nutzen sein kann. Allerdings entziehen sich einzelne Personen, die in diesem Zusammenhang Straftaten begehen, der Verantwortung, während die Opfer meist im Rampenlicht stehen.

3 Einzelnachweise

  1. (toter Weblink) Umfrageergebnisse TK
  2. BGH, Urteil vom 27. März 2007 - Az. VI ZR 101/06

4 Weblinks

5 Vergleich zu Wikipedia




Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway