Askalon

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Neuzeitliches Wappen von Aschkelon, aus den 1950er Jahren

Aschkelon (hebräisch אשקלון , arabisch عسقلان ʿAsqalān, akkadisch Iš-qi-il-lu-nu, lateinisch Ascalon) ist eine Stadt im Süden Israels. Sie liegt nördlich von Gaza-Stadt an der südöstlichen Mittelmeerküste.

Der Ort war seit der Bronzezeit bis ins Mittelalter eine wichtige Handelsstadt an den Verkehrswegen zwischen Ägypten und Palästina. Lokal wurden Wein und Olivenöl produziert, die Stadt wurde aber vor allem durch den Zwischenhandel reich. Der Hafen diente dem Handel mit dem östlichen Mittelmeer, vor allem mit Phönizien im Norden und mit Zypern. Die Küstenstraße verband die Stadt mit Ägypten und Syrien. Wie Funde aus einem Wrack vor der spanischen Küste in Playa de la Isla (Mazarrón) belegen, wurde Olivenöl aus Aschkelon in den typischen ovalen Krügen auch in das westliche Mittelmeer exportiert.

In den Kreuzzügen war die Stadt heftig umkämpft, 1247 wurde sie zerstört und versank anschließend in die Bedeutungslosigkeit. In der Zeit des Osmanischen Reichs entstand einige Kilometer von den Ruinen entfernt im 15. Jahrhundert eine kleine arabische Siedlung. 1918/1920 wurde das Gebiet dem dem britischen Völkerbundsmandat unterstellt. 1948 lebten hier rund 10.000 Menschen.

Heute hat die Stadt 130.000 Einwohner (Stand 2015).

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