Wappen

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Wappen des Grafen von Toulouse, der ehemaligen französischen Provinz Languedoc und der Stadt Toulouse mit dem Tolosanerkreuz aus dem Jahr 1211

Ein Wappen (von Mittelhochdeutsch wâpen) ist ein Abzeichen, das ursprünglich auf den Schild eines Ritters gemalt wurde. Es diente zunächst als Erkennungszeichen, womit auch der Schild seinem Eigentümer zugeordnet werden konnte. Die Wappen sind in ihrer klassischen, mittelalterlichen Form in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, der Zeit der Kreuzzüge – also unter anderem im Zusammenhang mit dem Auftreten großer Ritterheere – entstanden. In der Darstellung eines Wappens werden die Farben Rot, Blau, Grün, Purpur und Schwarz sowie die Metalle Gold (Gelb) und Silber (Weiß) verwendet. Dabei sollte in den Wappen jede Farbe stets an Metall stoßen und dadurch von einer anderen Farbe getrennt sein. Dies hatte zum einen praktische Gründe, damit sich beim schnellen Aufmalen die Farben nicht vermischen, und zum anderen sollte durch den Kontrast die optische Fernwirkung eines Wappens erzielt werde. Die Regeln für die Gestaltung eines Wappens sind in der Heraldik beschrieben.

Heutzutage werden Wappen hauptsächlich als Familienwappen sowie als Hoheitszeichen für einen Staat, ein Land, oder eine Stadt verwendet.

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