Turmbau zu Babel

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Dieser Artikel behandelt die alttestamentliche Erzählung, für das Gemälde siehe Turmbau zu Babel (Brueghel).
The Confusion of Tongues, Holzschnitt von Gustave Doré zur Illustration einer Bibelausgabe

Der Turmbau zu Babel (Gen 11,1–9 EU) ist trotz ihres geringen Umfangs von nur neun Versen eine der bekanntesten biblischen Erzählungen des Alten Testaments und des Tanach. Aus dieser Erzählung ist der abgeleitete Begriff der babylonischen Sprachverwirrung entstanden. Das Vorhaben zum Bau dieses Turms wird theologisch als Versuch der Menschen gewertet, Gott gleichzukommen.

Tatsächlich gelang es seit 1913, einen solchen Turm in Babylon archäologisch nachzuweisen. Ein weiterer Bericht aus der Antike findet sich bei Herodot. Demnach hatte das Bauwerk eine Grundfläche von 91,48 m × 91,66 m und eine Höhe von etwa 91 m. Es hatte wahrscheinlich sieben Stufen, ähnlich wie die ersten Pyramiden, und wurde von Nebukadnezar II. (604–562 v. Chr.) vollendet. In diese Zeit fällt auch das Babylonische Exil der jüdischen Stämme, das für die Entstehung des Judentums prägend gewesen ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Andrae: Wie sah der Turm zu Babel aus? In: Reclams Universum. 43.1 (1927), Heft 12, 16. Dezember 1926, S. 326–327 und Titelblatt.
  • Der babylonische Turm in der historischen Überlieferung, der Archäologie und der Kunst. Mailand 2003 (Der Turmbau zu Babel, 1).