Laurence J. Peter

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Laurence Johnston Peter (* 16. September 1919 in Vancouver, British Columbia, Kanada; † 12. Januar 1990 in Palos Verdes, Kalifornien, USA) war ein kanadisch-US-amerikanischer Lehrer, Erziehungs- und Sozialberater, Schulpsychologe, Autor und Professor.

Aus seinen konkreten Erfahrungen mit Hierarchien, die Peter hauptsächlich aus der kanadischen Schulverwaltung sammelte, entwickelte er mehrere Hypothesen für große Organisation in der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft. Als Beispiele aus seiner Beratungs-Praxis schildert er unter anderem die Tätigkeit eines Handelsvertreters und das Filialgeschäft. Peter empfiehlt, man solle seine Energie nicht für eine Karriere oder persönliches Wirtschaftswachstum verschwenden.

Er wurde seit den 1960er Jahren - auch international - bekannt durch das nach ihm benannte Peter-Prinzip. Sein Buch Das Peter-Prinzip (zusammen mit Raymond Hull) gehörte zu den meistverkauften Sachbüchern in Deutschland und stand auf Platz 1 der Bestsellerliste des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 22. Juni bis zum 5. Juli 1970.

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1 Leben

Peter arbeitete ab 1941 zunächst als Lehrer und erwarb im Jahr 1963 einen Doktortitel der Washington State University.

Im Jahr 1964 zog Peter nach Kalifornien um, wo er Direktor des Evelyn Frieden Centre for Prescriptive Teaching und Koordinator von Programmen für "Emotionally Disturbed Children" der University of Southern California wurde. 1966 wurde er Associate Professor of Education.

2 Rezeption

Aus Peters Büchern werden oft nur einzelne Kapitel zitiert. Es erfolgt also eine selektive Wahrnehmung, wofür die deutsche Wikipedia ein gutes Beispiel ist. Das Peter-Prinzip wird dort an folgendem Beispiel erläutert:[1]

Eine Lehrerin wird zur Schulleiterin befördert, da sie bisher sehr gute Arbeit geleistet hat. Allerdings kann sie nun im Umgang mit den jetzt untergebenen Kollegen ihren Tonfall, den sie ihren Schülern gegenüber angewandt hatte, nicht ablegen, was bei der Kollegenschaft gar nicht gut ankommt. Zudem ist sie von der Verwaltungsarbeit überfordert, und auch ihre Begabung im Umgang mit Kindern kann sie nun nicht mehr nutzen.

Nach Jon Billsberry können nun drei Fragen formuliert werden:[2]

  • Warum bemühte sich die Lehrerin um die Beförderung? (Persönliches Ziel, Einkommen usw.).
  • Wer wählte sie aus und welche Gründe lagen für diese Auswahl vor? (Sympathie, Dienstalter, Arbeitsleistung).
  • Welche Aus- oder Weiterbildung wurde der Lehrerin angedient und aus welchen Gründen wurde kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt?

Die nächste Stufe in der Hierarchie ist die Schulverwaltung, wenn die Lehrerin mehrere Jahre unterrichtet hat und sich in der Schule überfordert fühlt. Hier kann sie ihre Erfahrungen aus der Praxis einbringen und weiter Karriere machen. Eine zweite, bekannte und beliebte Möglichkeit ist der Weg als Politiker. Hierzu werden in der Öffentlichkeit inzwischen mehrere Beispiela angeführt,[3] in Deutschland insbesondere Hartmut Mehdorn.[4]

3 Einzelnachweise

  1. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Peter-Prinzip#Beispiel
  2. Jon Billsberry: „There's nothing so practical as a good theory. How can theory help managers become more effective?“ In: Jon Billsberry (Hrsg.): The Effective Manager. Sage Publications & The Open University, London 1996, ISBN 0-7619-5111-3.
  3. https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/gastkommentar-das-experiment-kramp-karrenbauer-ist-gescheitert/24981862.htm
  4. Matthias Weik, Marc Friedrich: Der größte Crash aller Zeiten: Wirtschaft, Politik, Gesellschaft. Wie Sie jetzt noch Ihr Geld schützen können, BASTEI LÜBBE Verlag 2019 Seite 105

4 Weblinks

5 Andere Lexika



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