Johann-Dettlof von Cossel

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Profil.png Profil: Cossel, Johann-Dettlof von
Namen Cossel, Johann-Detloff Eberhardt Magnus von
Beruf deutscher Panzeroffizier im Zweiten Weltkrieg
Persönliche Daten
1. Juli 1916
Swakopmund (Deutsch-Südwestafrika)
22. Juli 1943
bei Gromy


Johann-Detloff Eberhardt Magnus von Cossel (* 1. Juli 1916 in Swakopmund (Deutsch-Südwestafrika); † 22. Juli 1943 südlich von Gromy (Russland) war ein deutscher Offizier der Panzerstreitkräfte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, zuletzt Major sowie Träger des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub.

1 Reichswehr/Wehrmacht

Datei:Bundesarchiv Bild 101I-087-3675A-22A, Russland, Panzersoldaten auf Panzer IV.jpg
Panzersoldaten des Panzer-Regiments 35 im August 1943, nachdem von Cossel bereits gefallen war. Kurios die Bezeichnung des Panzer III mit Grislybär, die eine Anlehnung an den Beinamen Bärenabteilung symbolisiert. Kurioser sind die Gänse.

Nach Abschluss seines Abiturs trat von Cossel am 6. April 1934 der Reichswehr bei und absolvierte dort im Reiter-Regiment 6 seine infanteristische Grundausbildung. Danach wechselte er zum Reiter-Regiment 7, welches am 15. Oktober 1935 in das Panzer-Regiment 2 umformiert wurde. Hier erhielt er am 1. April 1937 seine Beförderung zum Leutnant. Am 10. November 1938 wurde von Cossel als Zugführer in die 6. Kompanie des Panzer-Regiments 35 mit Stationierungsort in Bamberg versetzt, wo er ab dem 1. April 1939 zum Führer der 6. Kompanie forcierte. Während des anschließenden Blitzkrieges gegen Polen im September 1939 unterstand das Panzer-Regiment 35 als eines von zwei Panzerregimentern der 4. Panzer-Division unter dem Kommando von Generalleutnant Georg-Hans Reinhardt. Während des Vorstoßes im Rahmen der Heeresgruppe Süd, später Heeresgruppe B, erlitt von Cossel während eines Gefechtes mit polnischen Einheiten eine schwere Verwundung. Noch im Lazarett liegend, wurde er am 1. Oktober 1939 zum Oberleutnant befördert. Nach seiner Genesung kehrte von Cossel in sein Regiment zurück und erlebte dort anschließend im Juni 1940 den Westfeldzug. Hier war seine Kompanie erneut der 4. Panzer-Division unterstellt. Nach Beendigungen der Kampfhandlungen im Westen, wurde das Regiment im Mai 1941 nach Ostpreußen verlegt, um dort am geplanten Angriff auf die Sowjetunion teilzunehmen. Im Juli 1941 wurde von Cossel zum Chef der 1. Kompanie des Panzer-Regiments 35 ernannt, mit der er im Rahmen der Heeresgruppe Mitte mit Stoßrichtung Smolensk vorrückte um später an der Schlacht um Moskau teilzunehmen.

Während des Vormarsches in Russland war Von Cossel mit seiner Panzer-Kompanie entscheidend an der raschen Einnahme der Stadt Staryj-Bychow am Dnepr, sowie der anschließenden raschen Überquerung des Flusses beteiligt. In weiteren schnellen Vorstößen konnte seine Kompanie eine Vielzahl von Bunkern, Geschützstellungen und Anlagen der Stalinlinie vernichten, ehe sie durch einen sowjetischen Gegenangriff von den eigenen Linien abgeschnitten wurden. Nachdem sämtliche Panzer seiner Kompanie durch Feindeinwirkung verloren gegangen waren, wurden von Cossel sowie die restlichen 7 Männer seiner Kompanie in einem Unterstand durch Granateinschlag verschüttet. Ihnen gelang es jedoch, sich aus dieser misslichen Lage zu befreien, sich zu Fuß zum Djenpr durchzuschlagen und diesen mittels Ruderboot zu überqueren. Während dieser Aktion wurde von Cossel am 4. Juli 1941 erneut verwundet, konnte jedoch mit gerade noch 4 weiteren Soldaten seiner Kompanie die deutschen Linien erreichen. Aufgrund seiner Verwundung, wurde von Cossel anschließend in das Reservelazarett 101 nach Charlottenburg verbracht. Am 23. Juli 1941 traf er jedoch schon wieder bei seinem Regiment in Russland ein. Am 8. September 1941 erhielt von Cossel für seinen Einsatz das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Bei der anschließenden Schlacht um Kiew wird von Cossel erneut schwer verwundet, wofür ihm das Verwundetenabzeichen in Gold verliehen wurde. Seine Verwundungen waren dabei so schwer, dass er erst im Frühjahr 1942, inzwischen mit Wirkung zum 1. März 1942 zum Hauptmann ernannt, zur Truppe zurückkehren konnte. Am 1. November 1942 wurde er hier zum Führer der I. Abteilung des Panzer-Regiments 35 ernannt, die den Beinamen Bärenabteilung erhielt. Schon im Januar 1943 übernahm er jedoch die Funktion des Kommandeurs der I. Abteilung. Für die weiteren Leistungen seiner Panzerabteilung wurde von Cossel von seinen Vorgesetzten am 30. April 1943 für die Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde jedoch am 1. Mai 1943, dem Tag der Beförderung von Cossel zum Major, vom Heerespersonalamt abgelehnt. Jedoch wurde mit gleichem Schreiben von Cossel für die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold eingereicht, welches ihm am 5. Mai 1943 für seine Tapferkeit in den Kämpfen um Orel-Ssewk verliehen wurde. Am 19. Juli 1943 waren von Cossel und seine Panzerabteilung in Gefechte mit sowjetischen Panzerkräften an der Rollbahn Kromy-Trossna verwickelt, die erfolgreich verliefen. Am 21. Juli 1943 wurde die Kampfgruppe von Cossel aufgestellt, die aus der I. Abteilung des Panzer-Regiments 35, dem I. gepanzerten Bataillon sowie dem Panzer-Grenadier-Regiment 112 bestand. Die Kampfgruppe um von Cossel war dabei auf die Zusammenarbeit mit der 102. Infanterie-Division angewiesen. Am 22. Juli 1943 griffen sowjetische Bomber die Kampfgruppe an, in dessen Verlauf von Cossel während eines Gegenstoßes tödlich getroffen wurde. Seine Beisetzung erfolgte vor versammelter Mannschaft auf den Ehrenfriedhof in Gromy. Nach seinem Tod wurde die Verleihung des Eichenlaubs am 26. August 1943 erneut vorgelegt, die am 29. August 1943 posthum genehmigt wurde.

2 Auszeichnungen

  • Eisernes Kreuz 1939 (II. und I. Klasse) am 22. September 1939 bzw. 20. Dezember 1939
  • Verwundetenabzeichen in September 1939
  • Panzerkampfabzeichen in Gold
  • Nennung im Ehrenblatt des Heeres am 19. August 1941 (237. Nennung)
  • Deutsches Kreuz in Gold am 5. Mai 1943
  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
    • Ritterkreuz am 8. September 1941
    • Eichenlaub am 29. August 1943 (285. Verleihung posthum)

3 Literatur

  • Manfred Dörr: Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht, Teil VIIIa Panzertruppe Band 1 A–E, Seiten 278–280




4 Init-Quelle

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Erster Autor: PimboliDD angelegt am 30.03.2011 um 08:07,
Alle Autoren: Smartbyte, PimboliDD, Noebse, Sambalolec, Silewe, Max-78, Elefantikus


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