Jüdische Allgemeine

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Die Jüdische Allgemeine ist eine deutsche Wochenzeitung, die seit 1946 erscheint. Sie hatte zunächst den Titel Jüdisches Gemeindeblatt für die Nord-Rheinprovinz und Westfalen. Den heutigen Namen trägt sie seit 1973. Herausgeber ist der Zentralrat der Juden in Deutschland. Die Zeitung ist in Abonnement und freiem Verkauf erhältlich, seit 2003 hat sie auch eine Internetseite. Die Printausgabe hat eine Auflage von rund 6.200 Exemplaren, online wird die Publikation im Monat von schätzungsweise 55.000 Lesern abgerufen.[1]

1 Positionen

1.1 JAFD

Die Jüdische Allgemeine sieht die Vereinigung Juden in der AfD sehr kritisch:[2]

Dalia Grinfeld: »Wir stellen uns gegen den Hass der AfD. Es ist ein Widerspruch, Jude zu sein und zugleich der AfD anzugehören.«

Die AfD versuche, die Grundlage jüdischen Lebens in Deutschland unmöglich zu machen, führt Grinfeld weiter aus. Als Stichwörter nannte sie das von der AfD beabsichtigte Beschneidungsverbot und das Verbot des rituellen Schächtens. »Wir werden uns niemals von der scheinbar judenfreundlichen Maske der AfD in die Irre führen lassen«, kündigte die Studierendenvertreterin an.

auch gibt sie zu bedenken:

 »Die AfD ist antidemokratisch, menschenverachtend und in weiten Teilen rechtsradikal«, heißt es in der Erklärung von 25 weitere deutsche und internationale jüdische Organisatoren.

und auch der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, sagte zur Ausrichtung der Partei:

 »Die AfD ist antisemitisch. Sie hetzt gegen Minderheiten und versucht, die Gesellschaft zu spalten. Das ist mit jüdischen Werten nicht vereinbar.« 

1.2 Buch: Jüdische Musikgeschichte

Michael Wolffsohns Rezension des Buches Vom Jerusalemer Tempel nach New York - 3000 Jahre jüdische Musikgeschichte in der Jüdischen Allgemeinen
Der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn rezensierte in der Jüdischen Allgemeinen vom 1. November 2018 Boris Fernbachers Buch Vom Jerusalemer Tempel nach New York - 3000 Jahre jüdische Musikgeschichte mit folgenden Worten:
"Empfehlenswert ist auch Boris Fernbachers Studie über 3000 Jahre jüdische Musikgeschichte. Nicht erst das Reformjudentum, die jüdischen und natürlich auch die christlichen Hippies haben weltliche und geistliche Musik miteinander verbunden. Schon im Ersten Jerusalemer Tempel wurde musiziert. Auch danach. Immer und überall. Alle drei Veröffentlichungen erinnern daran, dass Judentum eben mehr ist als die leider auch notwendige Dauerbeschäftigung mit dem Antisemitismus." [3]

2 Weblinks

http://www.juedische-allgemeine.de

3 Einzelnachweise

  1. Preisliste der Jüdischen Allgemeinen
  2. https://www.juedische-allgemeine.de/politik/vereinigung-juden-in-der-afd-gegruendet/
  3. Rezension Wolfssohns in der Jüdischen Allgemeinen vom 1. November 2018

4 Andere Lexika