Elie Wiesel

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Elie Wiesel (* 30. September 1928 in Sighetu Marmației/Königreich Rumänien; † 2. Juli 2016 in New York City) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Hochschullehrer. Der tief im jüdischen Glauben verwurzelte Elie Wiesel entkam dem Holocaust und engagierte sich sein Leben lang gegen den Ungeist von Unterdrückung, Hass, Gewalt und Rassismus sowie für den interreligiösen Dialog, Versöhnung und Frieden. 1986 wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

Im Grunde genommen hat Wiesel sein ganzes Leben nichts anderes getan, als über das Shtetl Sighet, diese in seinen Worten „kleine, staubige Stadt, irgendwo im fernen Siebenbürgen, im Schatten der Karpaten“, zu schreiben, welches die Heimat von zehntausend stark vom Chassidismus geprägten Juden war und von den Deutschen vernichtet wurde. Wiesel, dessen Eltern Shlomo und Sarah ein kleines Lebensmittelgeschäft betrieben, lebte ganz in der Welt der Bücher, Erzählungen und Gebete, die jener religiöse Humanismus hervorbrachte. Sein Großvater Dodje Feig erzählte dem Jungen die Geschichten der alten Meister wieder und wieder. Er fand seine ersten Lehrer, Talmudisten und jüdischen Mystiker, die ihn in den Reichtum der Überlieferung und die Geheimnisse der Kabbala einführen.[1]

1 Andere Lexika




2 Einzelnachweise

  1. Ekkehard Schuster und Reinhold Boschert-Kimmig: Trotzdem hoffen / Mit Johann Baptist Metz und Elie Wiesel im Gespräch, Matthias-Grünewald Verlag, Mainz, 1993, Seite 59