Wertvorstellung

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Wertvorstellungen oder kurz Werte bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften bzw. Qualitäten in Bezug auf das Verhalten und die Umwelt des Menschen. Der Begriff hat in den Naturwissenschaften eine andere Bedeutung als in den Geisteswissenschaften, Ist es zum Beispiel das Ziel wirtschaftlichen Handelns, einen höchstmöglichen Gewinn zu erzielen, so geht es beim ethischen Handeln um das Schaffen ideeller Werte. Beide Zielsetzungen treten in der Praxis häufig in Widerspruch.[1]

Grundlegende Werte eines Menschen oder einer Gesellschaft werden auch als Grundwerte bezeichnet. In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff Leitkultur verwendet. Beim Versuch, einen gemeinsamen Wertekatalog zu definieren, stellen sich Fragen wie die, ob ein gemeinsamer Wertekatalog über Vorstellungen vom „Guten“ (etwa Solidarität) hinaus auch Verfahrensregeln (etwa die Rechtsstaatlichkeit) einbeziehen solle, und inwieweit auch Postulate dazugehören können, welche in der Realität bisher nicht umgesetzt werden.[2]

Unterschiedliche Wertvorstellungen finden sich insbesondere in den Weltreligionen, wobei es je nach Kultur große regionale Unterschiede geben kann. Im christlichen Abendland wird die Wertvorstellung von der Römisch-Katholischen Kirche geprägt.

1 Andere Lexika





2 Weblinks

  • RespectResearchGroup, Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Hamburg zum Thema „Respekt“, mit Zitaten, Forschungsnewsletter und Literaturhinweisen

3 Einzelnachweise

  1. Thomas Gensicke: Zeitgeist und Wertorientierungen. In: Deutsche Shell (Hrsg.): Jugend 2006. Eine pragmatische Jugend unter Druck. 15. Shell Jugendstudie, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2006
  2. Klaus Buchenau: Standpunkt: Den europäischen Wertekatalog gibt es nicht!. Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 17. Juli 2017.