Tonga (Historisch)

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stoppschild.png Achtung! Historisches Dokument.
Dieser Text beruht wenigstens auf einem historischen Dokument. Die Rechtschreibung entspricht daher nicht der aktuell gültigen Rechtschreibung. Daher sollten Änderungen hier nur dann stattfinden, wenn der Text von dem jeweiligen Originaldokument abweicht, um weitere Teile aus einem Originaldokument ergänzt oder die ursprüngliche Fassung wiederhergestellt wird.

Dieser Artikel sollte auch nicht weiter ausgebaut werden.
Stattdessen gibt es üblicherweise ein bearbeitbares Parallel-Dokument.



Zusätzlicher Hinweis: Es darf gerne ein neuer Artikel Tonga angelegt werden, sofern dieser noch nicht vorhanden ist, um das Thema mit der heute üblichen Sprache und neuen Erkenntnissen darzustellen.


Die Tonga-Inseln (in der Landessprache Toga-Inseln) oder Freundschaftsinseln, sind eine zu Polynesien gehörige, selbständige Inselgruppe der Südsee, südwestlich des Samoa-Archipels und östlich der Fidschigruppe. Sie umfaßt über 150 kleine Eilande sowie 32 größere Inseln mit 997 qkm und (1895) 19.549 Einwohnern, darunter 353 Fremde, meist Engländer - siehe auch die Nebenkarte zu Oceanien.

Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Die Hauptinseln

Übersichtskarte

Der Archipel zerfällt in zwei parallel nebeneinander laufende Reihen: in die westllichen steil aufsteigenden vulkanischen Inseln, von denen jede aus einem meist noch tätigen Vulkan besteht, und in die östlichen niedrigen, meist nicht über 14-16 m ü. d. M. aufsteigenden Inseln aus Madreporenkalk. Von jenen ist nur der 920 m hohe, erloschene Vulkankegel Kao noch bewohnt, dagegen war der 580 m hohe Tosoa 1885 wieder tätig; auch der 550 m hohe Leits (Late) ist noch tätig; im Oktober 1885 entstand durch ein Seebeben die 2,3 qkm große Insel Falcon. Die Koralleninseln sind durch schmale Kanäle voneinander geschieden. Die südliche oder Tongagruppe besteht aus der größten und fruchtbarsten Insel Tongatabu oder dem heiligen Tonga (422 qkm) und der kleineren Wald- und wiesenreichen Insel Eua (171 qkm). Auf Tongatabu öffnet sich nach Norden eine große und breite Lagune; längs des ganzen Nordstrandes ziehen Korallenriffe, die eine sichere Reede umschließen; kleine stäche und bewaldete Inseln sind auf diesen Riffen zerstreut. Die mittlere oder Hapai- oder Haabaigruppe wird von einer Menge kleiner, von Riffen umschlossener Inseln gebildet und hat 68 qkm. Die nördliche oder Vavaugruppe, auch Haafuluhao, mit 187 qkm, besteht aus der Insel Vavau, der drittgrößten (145 qkm), und aus einer Menge kleiner Eilande. Außerdem gehören politisch zum Königreich der Tonga die vulkanische Gruppe von Niua.

2 Flora und Fauna

Karneval der Kulturen in Berlin: Eine Huldigung an die Jungfrau Hina

Der Boden ist fruchtbar und hat reiche, ergiebige Pflanzenerde mit üppiger Vegetation; vier Arten von Palmen finden sich hier, darunter als wichtigste die Kokospalme. Die Tierwelt ist hinsichtlich der Säugetiere nur dürftig vertreten; bis zur Ankunft der Europäer gab es nur kleine Ratten, eine riesige Fledermausart (kteropng tonnug) und Schweine; ferner einige Landschlangen und Eidechsen; von Insekten werden Ameisen und Mosquitos lästig; zahlreich sind Fische und Vögel. Fließendes Wasser ist selten und Trinkwasser findet sich gewöhnlich nur in Teichen und Brunnen. Das Klima ist mild und gesund; die Mitteltemperatur beträgt 24-25°; in die Regenzeit (Dezember bis Februar) fallen ganz plötzlich hereinbrechende Orkane. Es gedeihen Uams, große Bananen, Süßkartoffeln, Brotfrucht, Zuckerrohr, Guaven, Mangoäpfel, Orangen, Limonen, Tabak, Mais und Baumwolle. Die Ausfuhr (1895: 2,3 Mill. Mark) besteht fast ausschließlich aus Kopra (2,25 Mill.) und etwas Früchten und Hölzern, die Einfuhr (Stoffe, Lebensmittel, Eisenwaren), im ganzen für 1,7 Mill., kommt zumeist aus Manchester, Sheffield und Birmingham. Nächst England und seinen Kolonien ist Deutschland (Handels- und Plantagengesellschaft der Südsee) am Handel beteiligt.

3 Die Tonganer

Die Tonganer gehören zu den schönsten und geistig am meisten veranlagten polynesischen Stämmen; sie sind groß und stark, von hellbrauner Hautfarbe, schwarzem lockigem Haar und dunklen lebhaften Augen. Sie bekennen sich jetzt zum Christentum (Wesleyaner), treiben vorzugsweise Landbau und sind Seefahrer. Der König, seit 1893 Georg II., residiert zu Nukualofa an der Nordküste von Tongatabu, ihm steht ein Rat von Notablen und gewählten Vertretern zur Seite. Mit Deutschland, England und Amerika bestehen Freundschaftsverträge. Für den Unterricht sorgen die Missionare durch treffliche Schulen, welche von etwa 5500 Kindern besucht werden, an höhern Bildungsanstalten bestehen eine Industrieschule und ein Seminar (Tubow College).

Die Tongainseln wurden zum Teil 1643 durch Abel Tasman entdeckt und 1775 und 1777 von Cook genauer erforscht und Friendly Island genannt. Sie wurden erst 1815 von Georg I. (George Tubou) unter einer Regierung vereinigt.

4 Quelle

Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway