Der Spiegel

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DER SPIEGEL
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Beschreibung Nachrichtenmagazin
Sprache Deutsch
Verlag SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG (Bundesrepublik Deutschland)
Erstausgabe 4. Januar 1947
Erscheinungsweise wöchentlich/montags
Verkaufte Auflage (IVW 3/2011) 971.524 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 3/2011) 980.715 Exemplare
Reichweite (MA 2010 I) 5,91 Mio. Leser
Chefredakteur Georg Mascolo
Herausgeber Rudolf Augstein (1923–2002)
Weblink www.spiegel.de
Artikelarchiv 1947 ff.
ISSN 0038-7452


Neues Verlagsgebäude DER SPIEGEL in Hamburg

Der Spiegel (Eigenschreibweise: DER SPIEGEL) ist ein deutsches Nachrichtenmagazin, das im Spiegel-Verlag in Hamburg erscheint und weltweit vertrieben wird. Mit einer Verkaufsauflage von etwa 770.000 Exemplaren[1] ist es eine der verkaufsstärksten Wochenzeitschriften in Deutschland.

Der Spiegel und sein früherer langjähriger Herausgeber und Chefredakteur Rudolf Augstein spielten in der bundesdeutschen Medienlandschaft von Anfang eine zentrale Rolle.[2]

1 Geschichte

1946 wurde auf Geheiß der britischen Militärverwaltung unter der Ägide der drei Presseoffiziere John Seymour Chaloner, Henry Ormond und Harry Bohrer, letzterer als kommissarischer Chefredakteur, eine Zeitschrift mit dem Namen Diese Woche gegründet, die sich an US-amerikanischen news magazines orientierte. Erst mit der siebten Ausgabe wurde das Blatt unter die Kontrolle deutscher Redakteure gegeben. Rudolf Augstein, ein Wehrmachts-Deserteur,[3] der bei Diese Woche das Deutschland-Referat geleitet hatte, erhielt die Verlegerlizenz und übernahm das Magazin als Herausgeber und Chefredakteur.[4] Augstein nannte das Magazin in "Spiegel" um. Die erste Ausgabe unter dem Titel "Spiegel" erschien am 4. Januar 1947.

Für die Aufdeckung bundesdeutscher Skandale in den 1950er und 1960er Jahren erhielt es den Namen „Sturmgeschütz der Demokratie“. Die Spiegel-Ausgabe 41/1962 vom 10. Oktober war Auslöser der sogenannten „Spiegel-Affäre“. Das Archiv des Spiegel galt unter Journalisten lange Zeit als eines der besten und größten in Westdeutschland.

Das Magazin stieg zu einem der wichtigsten Leitmedium der BRD auf und verfügte zeitweise über einen erheblichen Einfluß.[5][6] Wie alle anderen Printmedien litt auch der Spiegel unter einem kontinuierlichen Rückgang des Leserinteresses und damit allgemeinen Bedeutungsverlust, insbesondere durch die Medien im Internet. So sank die Auflage seit Ende der 1990er Jahre beständig bis 2013 auf rund 879.000 verkaufte Exemplare.[7] Der Umsatz fiel im Jahr 2012 auf das Niveau von 2003, der Gewinn brach um 30 Prozent ein. Für 2013 sah der Geschäftsführer der Spiegel-Gruppe Ove Saffe einen Gewinnrückgang von 25 Prozent.[8]

2 Inhaltliche Ausrichtung

Die politische Ausrichtung des Spiegel ist linksliberal. Kennzeichnend ist die durchgängige Vermischung von Information und Meinung und die sich daraus ergebende ideologisch-subjektive Färbung der vermittelten Inhalte. Seit den Anfängen hat sich eine Art Spiegel-Sprache gebildet. Der Journalist, Sachbuchautor und Sprachstillehrer Wolf Schneider nennt die Zeitschrift „den obersten Verhunzer der deutschen Sprache“.[9]

3 Sonstiges

Spiegel Online bindet Artikel der deutschen Wikipedia ein und hat mit Kurt Jansson (WMD) auch einen ihrer frühen Mitarbeiter eingestellt.[10]

4 Chefredakteure

5 Weitere Redakteure (Auswahl)

6 Besitzverhältnisse

Der Spiegel gehört der Verlags-Holding Rudolf Augstein GmbH. Die Anteile an der Verlags-Holding Rudolf Augstein GmbH verteilen sich wie folgt:

  • 24% Erbengemeinschaft Augstein
  • 25,5% Medienkonzern Gruner und Jahr, eine Tochter der (Bertelsmann AG)
  • 50,5% Kommanditgesellschaft der Mitarbeiter

7 Siehe auch

8 Literatur

  • Helmut Arntzen und Winfried Nolting: Der Spiegel. Analyse, Interpretation, Kritik. Fink-Verlag, München 1977, ISBN 3-7705-1536-6

9 Weblinks

10 Einzelnachweise

  1. Aktuelle Zahlen bei IVW
  2. Erfolge feiern mit Skandalen stern.de, 4. Januar 2007
  3. Wehrmachts-Deserteur Augstein Ernst Elitz in Die Zeit vom 28. Dezember 2006, abgerufen am 25. August 2012
  4. Caspar von Schrenck-Notzing: Charakterwäsche. Die Re-education der Deutschen und ihre bleibenden Auswirkungen, Kapitel „Der Lizenzträger“, S. 111 ff.
  5. Ein Leitmedium braucht eine Leitfigur, tagesspiegel.de, 17. November 2007
  6. Siegfried Weischenberg, Maja Malik, Armin Scholl: Journalismus in Deutschland 2005. In: media perspektiven 7/2006.
  7. IVW-Zahlen 2. Quartal 2013 Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.; abgerufen 14. September 2013
  8. Die Welt: Die Krise hat den "Spiegel" erreicht Artikel vom 30. November 2012
  9. Wolf Schneider: Deutsch für Kenner. Die neue Stilkunde. 2. Auflage (1997)
  10. Profil Kurt Jansson beim Spiegel
  11. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/brinkbaeumer-chefredakteur-des-spiegel-harms-chefredakteur-von-spiegel-online-a-1012813.html