Moyshele, mayn fraynd

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Moyshele, mayn fraynd (dt.: Moyshele, mein Freund) ist ein von Mordechai Gebirtig (1877-1942) geschriebenes jiddisches Lied.

1 Text

Notenbeispiel 1: Klaviertranskription des Anfangs von Moyshele Mayn Fraynd [1] anhören?/i

Im Liedtext erinnert sich der Protagonist wehmütig an seinen Freund Moyshele aus Jugendtagen. Die beiden haben unter dem strengen Rebbe gemeinsam die Schule besucht:

"Ot shteyt far mir der rebe nokh, / der kantshik in zayn hant (...) oy nokh yenem beyzn rebn / benkt dos harts nokh haynt." [2]

Im Refrain wird dann beklagt dass die schöne Jugendzeit für immer vorbei ist:

"Oy, vu nemt men tsurik di yorn / yene sheyne tsayt? / oy dos yunge sheyne lebn / iz fun undz shoyn vayt!" [3]

Der Protagonist fragt schließlich was Moyshele und seine Schwester Rokhele, in die er einst verliebt war, sowie weitere frühere Freunde wie Awreml, Salmele und Josele heute machen:

"Vos makhstu, zog, mayn khaverl? (...) vos makht dayn shvester Rokhele? (...) vi geyt epes Berelen? / Avremele vos makht? / un Zalmele, un Yosele?" [4]

2 Musik

  • Moyshele, mayn fraynd steht nicht - wie viele andere jiddische Lieder - in einem jüdischen Modus wie z.B. Ahavah Rabbah, sondern schlicht in einer herkömmlichen Molltonart (in den folgenden Notenbeispiele g-Moll).
  • Das Lied gliedert sich in achttaktige Abschnitte. Der im 4/4-Talt stehende Titel verzichtet auf Punktierungen und setzt überwiegende fließende Achtelbewegung ein. Dabei dominieren Sekundfortschritte und ab und an auch ein Terzschritt. Im Vergleich mit anderen jiddischen Liedern fällt der große Tonumfang von einer Dezime auf.
  • Die nach einigen einleitenden instrumentalen Takten einsetzendeMelodie ist in jeweils zweitaktige Phrasen gegliedert. In den ersten beiden Takten steigt die Melodie (siehe Notenbeispiel 1) nach dem Quartsprung d - g in Sekunden bis zu es auf, kehrt danach zum g zurück, springt eine Quarte hoch zum c und läuft dann zum Ausgangspunkt g zurück. Die nächsten beiden Takte beginnen um eine Quarte nach oben versetzt genauso und enden dann nach einem viermal repetierten Ton g auf dem eine Quarte tiefer liegenden d. Die folgenden zwei Takte beginnen mit dem Terzsprung vom d zum f. Nach dem Spitzenton g pendelt die Melodie hin und her und endet schließlich auf dem Ton d.
  • Die restlichen Takte des Stückes wandeln diese ersten acht Takte dann ab.

3 Weblinks

4 Videos auf Youtube

5 Literatur

  • Julian Rowlands: Klezmer Piano Collection - 22 tunes from the Klezmer and Yiddish traditions for solo piano, Schott Music Ltd., ED 13678, London, 2014, Seite 5 bis 7
  • Gertrude Schneider (Ed.): Mordechai Gebirtig - His Poetic and Musical Legacy, Greenwood Publishing Group, 2000, Seite 124 und 125

6 Weitere Artikel über Lieder von Mordechai Gebirtig in der Pluspedia

7 Einzelnachweise

  1. Klaviertranskription erstellt von Boris Fernbacher
  2. Der Text auf www.yidlid.org
  3. Der Text auf www.yidlid.org
  4. Der Text auf www.yidlid.org

8 Hinweis zur Verwendung

Dieser Artikel wurde exklusiv für die Pluspedia geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.

9 Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Moyshele, mayn fraynd) vermutlich nicht.




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