Geschichte der Zuwanderung nach Polen

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Die Geschichte der Zuwanderung nach Polen erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte.

1 Details

  • Polen war über Jahrhunderte hinweg ein klassisches Auswandererland.
  • Millionen von Polen verließen aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch wegen der mehrmaligen Zerschlagung des polnischen Staates durch Russland und Deutschland ihre Heimat Richtung USA, Kanada und andere Länder.
  • Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen viele Polen nach Deutschland. Diese sogenannten "Ruhrpolen" siedelten sich überwiegend im Ruhrgebiet an (daher kommen solche Namen wie Kowalski oder Schimanski im Ruhrgebiet).
  • Mit der Sowjetdiktatur gab es dann über Jahrzehnte hinweg keine Migrationsbewegungen von oder nach Polen.
  • Nach dem Zusammenbruch der Sowjetdiktatur setzten bald große Migrationsströme aus Osteuropa nach Westeuropa ein. Viele Polen kamen u.a. nach Deutschland.
  • An Mitte der 1990er Jahre nahm dann auch aufgrund der im Gegensatz besseren Wirtschaftslage Polens im Vergleich mit den weiter östlich gelegenen Staaten die Einwanderung nach Polen zu.
  • Im Jahr 1994 wanderten erstmals mehr Menschen ein als aus.
  • Im Jahr 1996 sollen an die 800.000 Ukrainer temporär oder dauerhaft, meist illegal, in Polen gearbeitet haben.
  • Da Polen dann zur EU gehörte, wurde ein Schutzwall gegen Migranten und Flüchtlinge errichtet. Im Jahr 1997 wurde ein neues Ausländerrecht erlassen.
  • Obwohl die Polen der wirtschaftlichen Misere im eigenen Land gerne entfliehen und nach Westeuropa kommen, sind sie in Bezug auf Einwanderung in ihr eigenes Land restriktiv und abschottend.
  • Von 1990 bis 2001 wanderten nur 82.139 Menschen nach Polen ein.
  • Der Ausländeranteil lag in Polen im Jahr 2011 mit 0,1 % extrem niedrig. [1] Die Anzahl der illegal sich im Land aufhaltenden Personen dürfte aber weitaus höher sein.
  • Menschen aus der Ukraine stellen bei Kurzzeitmigranten mit 48 % die größte Gruppe. Danach folgen mit 5 % Weißrussen, mit jeweils 4 % Deutsche, Russen und Franzosen. Sonstige Herkunftsländer umfassen 34 %.
  • Das Asylrecht wird recht streng gehandhabt. Zwischen 1998 und 2001 wurde z.B. kein einziger Asylant anerkannt. [2]
  • In jüngster Zeit ist Polen ein beliebtes Migrationsziel für Deutsche, die dort arbeiten wollen. Polen ist inzwischen das drittbeliebteste Auswanderungsland überwiegend sehr gut qualifizierter Deutscher. im Jahr 2009 gingen circa 12.000 Deutsche, zum Beispiel als Anwälte, Manager, Ingenieure und Übersetzer, nach Polen. [3] Einer der nach Polen ausgewanderten Deutschen meinte dazu u.a.:
"Viele europäische Firmen haben in Polen Niederlassungen und ködern die Menschen mit Geld, hier eine Zeitlang zu arbeiten und dann wieder zurückgehen. Die haben mit dem Leben hier und den Polen insgesamt herzlich wenig Kontakt und verdienen nach polnischen Maßstäben enorm viel." [4]

2 Links und Quellen

2.1 Siehe auch

2.2 Weblinks

2.2.1 Bilder / Fotos

2.2.2 Videos

2.3 Quellen

2.4 Literatur

  • Harald W. Lederer: Migration in Europa - Daten und Hintergründe, Lucius & Lucius Verlag, Stuttgart, 2004

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