Günter Grass

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«Butt» Bronzeskulptur in Sønderborg - Stadthafen

Günter Grass (* 16. Oktober 1927 in Danzig, † 13. April 2015 in Lübeck) ist ein deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.[1].

1 Leben

In jungen Jahren Mitglied der Waffen-SS, näherte er sich nach 1945 der SPD, für die er auch Wahlwerbung machte. Im Kanton Aargau lernte er seine spätere Frau kennen.[2] Mit seinem ersten Roman "Die Blechtrommel" (1959), der das Zusammenleben von Deutschen, Polen und Kaschuben im Danzig der Dreißiger Jahre beschreibt, landete er einen internationalen Bestseller, wobei ungewohnt freimütige Darstellungen erster sexueller Erlebnisse einen Teil des Erfolgs ausmachten. Die Blechtrommel war Teil 1 einer Danziger Trilogie, zusammen mit Katz und Maus (1961) und Hundejahre (1963). Die Verfilmung der Blechtrommel durch Volker Schlöndorff wurde mit dem Oscar für besten ausländischen Film 1979 belohnt.[3][4]

2 Weitere bekannte Werke

  • Örtlich betäubt
  • Der Butt
  • Im Krebsgang
  • Beim Häuten der Zwiebel.

Günter Grass verzichtete 1980 auf die Annahme des Bundesverdienstkreuzes.

3 Einzelnachweise

  1. Siegfried Mews 2008. Günter Grass and his critics: from The tin drum to Crabwalk Camden House ISBN 978-1-57113-062-4
  2. Thomas Sprecher: Schweizer Monat 1921–2012. Eine Geschichte der Zeitschrift. SMH Verlag AG, Zürich 2013.
  3. "Deutschlandradio - Kultur - RADIOFEUILLETON: 31.03.2009, Volker Schlöndorff: "Ich hätte schon noch einiges zu erzählen" "
  4. "zeit.de: Mein Deutschland (21) Ritterschlag in Hollywood" (hier steht: Oscar-Verleihung 1980 - sie war aber 1979.)

4 Weblinks

5 Andere Lexika