Anthology of Hassidic Music (Chemjo Vinaver)

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Die Anthology of Hassidic Music ist eine vom polnisch-jüdischen Dirigenten, Komponisten und Musikwissenschaftler Chemjo Vinaver zusammangetragene sowie
Einband des Buches Anthology of Hassidic Music
transkribierte und im Jahr 1985 erschienene Sammlung traditioneller chassidischer Melodien.

1 Entstehung[Bearbeiten]

Der am chassidischen Hof seines Großvaters Rabbi Isaak von Worka aufgewachsene Chemjo Vinaver lernte die Musik der Chassidim bereits als Kind kennen. Ab den 1920er-Jahren hatte er in Berlin zahlreiche Artikel zu Fragen der jüdischen Musik veröffentlicht. Nach seiner Emigration in die USA 1938 intensivierte er diese Arbeit und bereitete ab 1951 mit Hilfe eines Stipendiums der Jewish Agency for Palestine die Anthology of Jewish Music vor, welche 1955 in Englisch und Hebräisch erschien.
Melodie aus der Anthology of Hassidic Music
Danach arbeitete er an einer Sammlung chassidischer Melodien, welche eine Zusammenstellung seiner jahrelangen Sammelarbeit chassidischer Musik darstellen sollte. Für das Buch, welches wohl als Band II seiner Anthology of Jewish Music gedacht war, trug er 104 Melodien aus verschiedenen Bereichen zusammen und transkribierte sie handschriftlich. Um 1970 muss Vinaver die Arbeit abgeschlossen haben. Er verstarb dann aber im Jahr 1973 bevor sein Material für den Druck fertig war. So stellte Eliyahu Schleifer die Sammlung druckfertig. Er editierte Vinavers Transkriptionen und schrieb eine ausführliche Einleitung sowie erklärende Anmerkungen zu jeder der 104 Melodien. Die Texte des vom Jewish Music Research Center der Hebrew University of Jerusalem herausgegebenen und 472 Seiten umfassenden Buches sind in Englisch und Hebräisch.

2 Inhalt[Bearbeiten]

Das Buch beginnt mit einem Text von Eliyahu Schleifer über Chemjo Vinavers Lebensweg, die Entstehung seiner Anthology of Hassidic Music und einigen Anmerkungen zur Notationsweise und den Melodietexten. Die eigentliche Sammlung ist dann in vier Teile gegliedert: Der erste Teil enthält Melodien der chassidischen Dynastie von Karlin-Stolin zu Gebeten am Abend des Sabbat sowie nusachim für Rosch ha-Schana. Im zweiten Teil findet man zemirot für den Sabbat und für Seudah Shlishit, die Tage der Umkehr (Assereth Jemej Teschuwa), für Passover, niggunim für Hochzeiten und andere Anlässe sowie niggunim ohne Worte. Der dritte Teil beinhaltet chassidische Kantorialkompositionen für Kantor allein aber auch für Kantor und Chor von Nissi Belzer. Im letzten Teil sind von Chemjo Vinaver erstellte Chorarrangements chassidischer niggunim sowie Abraham Baer Birnbaums Talmudic Rhapsody und Erich Itor Kahns Rhapsodie Hassidique enthalten. Eliyahu Schleifer hat zu jeder der 104 Melodien einen kurzen einleitenden Text verfasst. Darin werden die liturgische und soziale Bedeutung der Melodietexte sowie hervorstechende musikalische Merkmale der Melodien erläutert.

3 Literatur[Bearbeiten]

  • Irene Heskes: Passport to Jewish Music - Its History, Traditions, and Culture, Greenwood press, 1994, Seite 122 bis 125

4 Weblinks[Bearbeiten]

5 Video und Audio[Bearbeiten]

6 Andere Wikis[Bearbeiten]

7 Einzelnachweise[Bearbeiten]

8 Hinweis zur Verwendung[Bearbeiten]

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