Annexion der DDR

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Annexion der DDR wird die deutsche Wiedervereinigung, d.h. der Beitritt der fünf mitteldeutschen Länder, welche 1949-1990 Teil der [DDR]] waren, sowie Ost-Berlins zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 von orthodoxen Marxisten-Leninisten und Altkommunisten bezeichnet. Der Ausdruck gehörte bereits zum Sprachgebrauch der DDR.[1] Obgleich die Wiedervereinigung per Einigungsvertrag durch den freien Willen beider Staaten vollzogen wurde, wollten die alten Parteikader die Realität nicht wahrhaben, dass ihr sozialistischer Staat auf deutschen Boden gescheitert war.

1 Beispiele des Sprachgebrauchs[Bearbeiten]

Die geistige Haltung des Linksextremismus wird auch in der Sprache deutlich:

  • Walter Ulbricht sagte über eine mögliche Vereinigung beider deutschen Staaten: „Es gibt bei Ihnen Leute, die noch immer auf dem Standpunkt stehen, daß die DDR von Westdeutschland vereinnahmt werden soll. Sie müssen grundsätzlich abgehen von der Konzeption einer Annexion der DDR.“
  • In einem Papier des FDJ-Bundesvorstandes hieß es: „Warum sagen wir Annexion der DDR und nicht etwa Vereinigung oder Wiedervereinigung? Wenn das Gute an der DDR mit dem Guten aus der BRD zusammengegangen wäre, dann wäre es eine Vereinigung.“
  • "Die Rote Hilfe Zeitung" schrieb, „dass die als Beitritt verkleidete sogenannte deutsche Einheit praktisch eine Annexion der DDR“ war.

2 Siehe auch[Bearbeiten]

3 Quellen[Bearbeiten]

  1. Birgit Wolf: Sprache in der DDR, de Gruyter 2000, S. 102

4 Andere Lexika[Bearbeiten]

  • Dieser Artikel wurde in der Wikipedia gelöscht.



Lösch-Logbuch bei Wikipedia