Wikinger

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Der Begriff Wikinger bezeichnet Angehörige von seefahrenden Personengruppen der überwiegend germanischen Völker des Nord- und Ostseeraumes während der Zeit von etwa 800 bis 1060 nach Christi. Der Begriff Wikinger leitete sich vermutlich von dem altnordischen Wort víkingr ab, das „Seekrieger, der sich auf langer Fahrt von der Heimat entfernt“ bedeutet. Das Wort víking bedeutete „weite Schiffsreise“.

So ist von Thorvald Asvaldsson, dem Großvater Leif Erikssons, überliefert, dass er wegen Mordes aus Norwegen verbannt worden war. Sein Sohn Erik der Rote wurde etwa zehn Jahre später wegen einer ähnlichen Tat aus Island verbannt, worauf Vater und Sohn auf Seefahrt gingen. Es wird vermutet, dass viele Wikinger zur See unterwegs waren, weil sie aus ihrer Heimat verbannt wurden. Die Verbannung war im Mittelalter eine häufige Strafe, um langwierige Gerichtsverfahren oder Fehlurteile zu vermeiden. Außerdem wurde dadurch die Blutrache vermieden. Ein anderer Teil der Wikinger waren junge Männer, teilweise mit ihren Familien, die auf Suche nach Siedlungsgebieten waren. Diese Suche war oft dadurch begründet, dass nur ein Sohn - meist der älteste - Haus und Hof erben konnte und die anderen Kinder auswandern mussten.

Ein starker Konflikt bestand zwischen Wikingern und einigen bereits christianisierten Völkern. Einige Historiker sehen die Wikinger im engen Zusammenhang mit Seeräubern. Die Wikinger stammten hauptsächlich aus Skandinavien, ihr Einfluss reichte bis nach Neufundland und Byzanz. Die fortschreitende Christianisierung beendete die Zeit der Wikinger schließlich.

In vielen europäischen Länder gibt es Museen und Ausstellungen zu diesem Thema, so etwa in Haithabu (Deutschland), im Britischen Museum (London) und im Museum für Kulturgeschichte in Oslo (Norwegen).

Weblinks

 Commons: Wikinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien