Seneca

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Dieser Artikel befasst sich mit dem römischen Philosophen und Literaten Seneca. Weitere Bedeutungen unter Seneca (Begriffsklärung)
Profil.png Profil: Seneca
Namen Seneca, Lucius Annaeus; Seneca der Jüngere; Annaeus Seneca, Lucius
Beruf Römischer Philosoph, Dramatiker und Staatsmann
Persönliche Daten
um 1
Corduba
65


Lucius Annaeus Seneca der Jüngere (geb. etwa im Jahre 1 in Corduba; gest. durch Selbsttötung 65 n. Chr. bei Rom) war römischer Politiker, Philosoph und Dichter, Sohn von Lucius Annaeus Seneca dem Älteren (55 v. – um 40 n.).

1 Bedeutung, Werk

Seneca war einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Neben seinem Neffen Lukan war Seneca der wichtigste Repräsentant der römischen, sich von der ciceroneisch-augusteischen Klassik distanzierenden "Moderne".

Die philosophischen Schriften suchten die stoische Ethik für die eigene Zeit fruchtbar zu machen.

Die Tragödien sind freie Bearbeitungen von Stücken der griechischen Klassiker (Aischylos, Sophokles, Euripides), zum Teil auch von hellenistischen Dramen. Sie haben das neuzeitliche Drama bis zur französischen Klassik stärker beeinflusst als die griechischen Originale.

Die "Apocolocyntosis" ("Veräppelung", wörtlich: "Verkürbissung") ist eine Satire auf den verstorbenen Kaiser Claudius.

Während des Mittelalters galt Seneca als Christ (ein gefälschter Briefwechsel mit Paulus ist erhalten).

2 Leben

Mit "Controversiae" und "Suasoriae" verfasste Seneca eine wichtige Quellenschrift für die Rhetorik der frühen Kaiserzeit.

Unter Kaiser Claudius wurde er als Opfer einer der vielen Hofintrigen nach Korsika verbannt (41-48), dann aber durch Kaiserin Agrippina d. J. zurückberufen, die ihm die Erziehung ihres Sohnes Nero übertrug.

Seneca leitete als Konsul 54-59 zusammen mit Burrus die gesamte Reichspolitik. Nach dem Scheitern der Pisonischen Verschwörung wurde Seneca als angeblicher Mitwisser zur Selbsttötung gezwungen.

3 Andere Lexika