Schwarzes Loch

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Materieflüsse eines schwarzen Lochs - hier das Objekt SDSS J1106+1939 - in einer künstlerischen Darstellung. Quelle: ESO

Ein Schwarzes Loch ist ein Endstadium in der Entwicklung eines Sterns. Nur Sterne mit mehr als der 2,3-fachen Sonnenmasse enden als Schwarze Löcher. Dann verdichtet sie, wenn sie ausgebrannt sind, die eigene Schwerkraft derartig, dass ihr Radius kaum drei Kilometer beträgt. Selbst mit allergrößter Geschwindigkeit kann hier nichts mehr entweichen, also auch kein Licht. Daher sind Schwarze Löcher unsichtbar, sozusagen schwarz. Man kann sie nur wegen bestimmter Strahlungsphänomene in ihrer nahen Umgebung identifizieren. Am deutlichsten wirken sie sich aus, wenn sie massereich genug sind, um weitere Masse und Energie an sich zu ziehen.

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1 Berechnung und Beobachtung

Schwarze Löcher spielen in der Theorie Entstehung des Universums ein wichtige Rolle

Schwarze Löcher sind einzigartige astronomische Objekte. Sie führen den Menschen an den Rand seiner Erkenntnisfähigkeit. Es wurde die Existenz Schwarzer Löcher vorausberechnet, und wir können ihre äußeren Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten erkunden. Aber wir sind nicht in der Lage zu sagen, was in ihrem Innern geschieht. Im Innern eines Schwarzen Lochs gilt keines unserer bekannten Naturgesetze mehr. Dieser Bereich unseres Universums entzieht sich unserer Erkenntnis und unserem Verstehen. Bereits die physikalischen Effekte in der unmittelbaren Nähe eine Schwarzen Lochs sind faszinierend genug: Schwarze Löcher verzerren das Raum-Zeit-Gefüge in ihrer Nähe derart, dass sich die Wahrnehmungen eines Beobachters weit außerhalb des Schwarzen Lochs von denen eines theoretischen Beobachters, der sich aus der Nähe auf ein Schwarzes Loch hinzu bewegt, grundlegend unterscheiden.

Ein Schwarzes Loch lässt sich durch lediglich drei physikalische Kenngrößen vollständig beschreiben und berechnen: Masse, Drehimpuls und elektrische Ladung.

2 Geschichte

Nach der Entdeckung der Fallgesetze durch Isaac Newton führten Gedankenexperimente, z.B. von Pierre Simon Laplace, sehr bald zur Erkenntnis, dass die größten und massereichsten Sterne möglicherweise gar nicht am hellsten scheinen, weil das sichtbare Licht die Massenanziehung teilweise nicht mehr verlassen kann. Die Bezeichnung Schwarzes Loch wurde im Jahr 1967 durch John Archibald Wheeler geprägt. Zu jener Zeit galt die Existenz der erst theoretisch beschriebenen Schwarzen Löcher zwar als sehr wahrscheinlich, war aber noch nicht durch Beobachtungen bestätigt.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist Sagittarius A* (gesprochen: Sagittarius A Stern; abgekürzt: Sgr A*) im Sternbild Schütze ein solches Schwarzes Loch. Dieses Objekt ist seit 1932 bekannt, wurde jedoch erst ab den 1990er-Jahren genauer untersucht.

2016 wurde die Fusion zweier Schwarzer Löcher über die dabei erzeugten Gravitationswellen durch LIGO beobachtet und 2019 gelang eine radioteleskopische Aufnahme eines Bildes des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie M 87.

Gravitationswellen bei der Verschmelzung schwarzer Löcher wurden 2021 untersucht.[1]

3 Weblink

4 Vergleich zu Wikipedia




  1. Maximiliano Isi, Will M. Farr, Matthew Giesler, Mark A. Scheel, and Saul A. Teukolsky, Testing the Black-Hole Area Law with GW150914, Phys. Rev. Lett. 127, 011103, 1. Juli 2021

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