Peyrano Pfatisch

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Peyrano Pfatisch
Unternehmensform
Gründung 1915
Unternehmenssitz Turin, Italien
Branche Lebensmittelindustrie
Produkte

Schokolade

Peyrano Pfatisch ist eine Confiserie in Turin, deren Wurzeln in zwei ortsansässigen Schokoladenfirmen liegen.

1 Geschichte

1.1 Peyrano

Die Familie Peyrano hatte sich seit 1915 der Schokoladenherstellung gewidmet. Als Gründer gilt Antonio Peyrano (1880-1926), der von seinen beiden Schwestern Lucia und Giovanna unterstützt wurde. Antonio hatte bei Baretti & Milano gearbeitet und zugleich die Cavour-Schule besucht; ab 1912 war er als Experte für Süßwaren in Ancona bei der Firma Capobianchi angestellt, bei der auch seine Schwester Lucia eine Arbeitsstelle fand. Lucia kehrte 1915 von Ancona nach Turin zurück, um sich in der Süßwarenbranche selbstständig zu machen. Der Erste Weltkrieg verhinderte jedoch zunächst eine Etablierung des Geschäfts. 1917 kamen auch Antonio, Giovanna und Giacomo Peyrano jun. aus Ancona zurück und 1919 konnte das Familienunternehmen in Gang gebracht werden. Ab 1920 konzentrierte man sich auf die Herstellung von Schokolade. Die Peyranos arbeiteten damals am Corso Moncalieri 47. Nach dem Tod Antonio Peyranos übernahm dessen Neffe Giacomo die Leitung; 1953 trat sein Sohn Giuseppe in das Geschäft ein, schaffte neue Maschinen an und erweiterte die Produktpalette. Zehn Jahre später entstand durch Übernahme die Confiserie Peyrano Pfatisch.[1]

1.2 Gustavo Pfatisch

Gustavo Pfatisch (1887-1965) war der Sohn eines bayrischen Offiziers namens Josef Pfatisch, der als Artilleriespezialist ins Piemont gezogen war und in Fossano in einer Pulverfabrik beschäftigt war. Aus der Ehe dieses Josef Pfatisch mit Maria Veglia gingen fünf Kinder hervor, darunter Gustavo, der 1913 nach Turin heiratete und dort 1915 eine Confiserie in der Via Gioberti übernahm. Gustavo Pfatisch stellte Spezialitäten wie Enzian- und Pfefferminzbonbons her und war in seiner Branche sehr erfolgreich. 1921 wurde in der Via Sacchi 42 die Confetteria Pasticceria Pfatisch Gustavo eröffnet. Dieses Geschäft wurde 1934 von Carlo Ferraris übernommen, der es unter dem alten Namen weiterführte.

Gustavo Pfatisch selbst richtete sich die ebenfalls heute noch bestehende Confiserie am Corso Vittorio Emanuele II 76 ein, die er wiederum unter seinem eigenen Namen führte. 1963 wurde diese Confiserie von Peyrano übernommen; seitdem führt sie den Namen Peyrano Pfatisch.

2 Historisches Lokal

Die einstigen Räumlichkeiten Pfatischs in dem Jugendstilbau von Pietro Fenoglio in der Via Sacchi gehören zu den 184 locali storici Italiens. Hier verkehrten Personen wie Cesare Pavese und Primo Levi. Das Interieur aus der Gründungszeit ist erhalten geblieben. Das Geschäft ist im Stil des Art Deco mit grünem Marmor, Onyx, Nussbaumholz, Lampen aus Muranoglas und bordeauxledergepolsterten Stühlen ausgestattet. Im Rahmen der Landesausstellung „Bayern - Italien“ 2010 wird an Gustavo Pfatischs Lebenslauf erinnert.[2]

3 Weblinks

4 Einzelnachweise

  1. http://www.peyrano.com/ing/lastoria3.aspx
  2. Rainhart Riepertinger u. a. (Hg.), Bayern - Italien. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2010 Bayern - Italien, Haus der Bayerischen Geschichte Augsburg 2010, ISBN 978-3-937974-27-9, S. 436 f.


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Entnommen aus der:

Erster Autor: Xocolatl angelegt am 07.09.2010 um 11:20,
Alle Autoren: Xocolatl, Michileo, Label5, Lofor, RonMeier


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