Lärm

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Lärm ist ein Begriff für die subjektive Wahrnehmung von Schallereignissen, die als störend oder belästigend empfunden werden. Lärm ist als internationales Problem für die Gesundheit des Menschen erkannt, die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass ein mittlerer Lärmpegel von mehr als 40 dB auf die Dauer bedenklich ist. Eine besonders hohe Lärmbelastung ist in städtischen Ballungsräumen aufgrund des motorisierten Verkehrs zu verzeichnen. Die gesetzlichen Grenzwerte an bestehenden Verkehrswegen liegen in Deutschland bei einem Durchschnittswert von 70 dB (A) am Tage (6-22 Uhr); dies gilt für Schienen und Straßen, jedoch nicht für Flughäfen bzw. deren Start- und Landebahn.

Für fast alle Lärmarten gibt es Regelungen unter dem gemeinsamen Dach des Bundes-Immissionsschutzgesetzes:

Für Gewerbe- und Industrielärm gilt die TA Lärm. Eine Besonderheit ist der Fluglärm, der nicht unter das Bundes-Immissionsschutzgesetz fällt.

Um dem Lärmempfinden des Menschen gerecht zu werden, wurde mit der idealisierten Kurve des A-bewerteten Pegels versucht, die Messwerte der Wahrnehmung anzunähern. Dabei gelten 0 db (A) als untere Hörschwelle und etwa 120 dB (A) als Schmerzschwelle. Kontinuierlich gemessen wird in Deutschland nur beim Fluglärm sowie in Einzelfällen bei Gewerbe- und Industrielärm. Für Forschungszwecke und im Arbeitsschutz werden grundsätzlich alle Lärmquellen untersucht.