Johann Sebastian Bach

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Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach (* 21. März 1685 in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist der Barockzeit.

Im Jahre 1703 verbrachte er 6 Monate in Weimar und von 1708 bis 1717 lebte er dort mit seiner Familie. Von den sechs Kindern, die in Weimar geboren wurden, starben zwei bereits im Säuglingsalter.

1 Rezeption[Bearbeiten]

Zu Lebzeiten fand Bachs kompositorisches Schaffen verglichen mit dem von populären Kollegen wie Georg Friedrich Händel oder Georg Philipp Telemann etwas weniger Beachtung. Allerdings war er auch kein "verkanntes Genie" und Musikkennern wie z.B. Johann Mattheson oder Giovanni Battista Martini ein Begriff. Europaweit bekannt war er zu Lebzeiten vor allem als Organist und Cembalovirtuose sowie als Improvisateur. Ab 1720/1730 wurde seine Musik, bedingt durch den neuen "empfindsamen Stil", zunehmend unmodern. [1]

Bachs Musik war nach seinem Tod niemals ganz aus dem Gedächtnis verschwunden. Allerdings war sein Werk vor und um 1800, sieht man von der noch unmittelbaren Pflege seiner Musik durch Organisten und Kantoren ab, nur in Kreisen von Kennern bekannt. Zu den wenigen Druckausgaben gehörte ab 1801 das Wohltemperierte Klavier. [2] In den 1780er-Jahren erwarb der Wiener Musikliebhaber Baron van Swieten aus der für die damalige Zeit durchaus unüblichen Überzeugung, neue Musik sei nicht automatisch besser als ältere, alles was er von Bach an Werken auftreiben konnte und zeigte seine Funde Haydn und Mozart. Diese brachten Elemente seiner Musik dadurch in die Wiener Klassik ein. [3] Beethoven war über seinen Lehrer Christian Gottlob Neefe mit Bachs Wohltemperiertem Klavier vertraut. [4] [5] Um 1800 entstand bereits der Plan zu einer Edition des kompletten Werkes von Bach. Erschienen sind dann aber nur einige Hefte mit Klavierwerken durch Johann Nikolaus Forkel, der im Jahr 1802 auch die erste Bach-Biographie veröffentlichte. [6]

2 Würdigung[Bearbeiten]

Zahlreiche Veranstaltungen erinnern an J. S. Bach und das Wirken seiner Familie, so etwa das Bach-Festival-Arnstadt.

3 Werke[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Günter Klein: Vorbilder und Zeitgenossen; in Barbara Schwendowius und Wolfgang Dömling: J.S.Bach - Zeit, Leben, Wirken, Verlag Bärenreiter, Kassel, 1976, S. 107 und 108
  2. Wolfgang Dömling: Die Bach-Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts; in Barbara Schwendowius und Wolfgang Dömling: J.S.Bach - Zeit, Leben, Wirken, Verlag Bärenreiter, Kassel, 1976, S. 159
  3. William Mann (mit einem Vorwort von James Galway): Geschichte der Musik - Von der Antike bis zur Gegenwart, Schuler Verlagsgesellschaft, Herrsching am Ammersee, 1982, S. 96
  4. Malte Korff: Ludwig van Beethoven, Suhrkamp Basisbiographie 46, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2010, S. 14
  5. William Mann (mit einem Vorwort von James Galway): Geschichte der Musik - Von der Antike bis zur Gegenwart, Schuler Verlagsgesellschaft, Herrsching am Ammersee, 1982, S. 96
  6. Wolfgang Dömling: Die Bach-Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts; in Barbara Schwendowius und Wolfgang Dömling: J.S.Bach - Zeit, Leben, Wirken, Verlag Bärenreiter, Kassel, 1976, S. 159 und 160

5 Weblinks[Bearbeiten]

deutschen und
englischen Version der Internet Movie Database

6 Siehe auch[Bearbeiten]


7 Andere Lexika[Bearbeiten]