Hubert Breitschaft

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hubert Breitschaft (* 11. November 1903 in Cham; † 12. Dezember 1944 in Hannover) war ein deutscher Lehrer. Der verheiratete Breitschaft hatte zwei Kinder und arbeitete als Lehrer im Bayrischen Wald. Als Lehrer versuchte er ab 1933 die Schüler gegen das Hitler-Regime aufzubringen. Die Gauinspektion Regensburg der NSDAP forderte einen Bericht an und die Kreisleitung in Cham drang auf Strafversetung Breitschafts. Nur dem persönlichen Einsatz des Schulrates war es zu verdanken, dass er nicht entlassen wurde. 1937 trat er dann doch der NSDAP bei. 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Zuerst war er in Polen und dann in Frankreich stationiert. Dann wurde er an die Ostfront versetzt. Er war dort der nach Stalingrad neu aufgestellten 6. Armee zugeteilt und machte 1944 deren Rückzug nach Rumänien mit. Direkt nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 äußerte er in der rumänischen Stadt Ismail seine Enttäuschung über das Misslingen des Attentates. Er wurde daraufhin wegen "Wehrkraftzersetzung" angeklagt und am 2. August 1944 zum Tode verurteilt und nach Hannover überführt. Ein Gnadengesuch wurde am 29. September 1944 von Hermann Göring abgelehnt. Das Urteil wurde dann am 12. Dezember 1944 um 8 Uhr 35 in Hannover vollstreckt. [1]

1 Belege[Bearbeiten]

  1. Klaus Falk: Deserteure der Wehrmacht 1939 - 1945 in und aus Hannover

2 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Hubert Breitschaft) vermutlich nicht.