Evolution

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Evolution (von lateinisch evolvere = „entwickeln“) ist der Begriff für die Entwicklung der Lebewesen von den ersten Erscheinungsformen als Einzeller bis zum heutigen Menschen. Verschiedener Theorien zufolge hat eine Höherentwicklung aller Lebewesen durch Umbildung der Arten im Laufe von Generationen stattgefunden. Die grundlegende Theorie der Evolution wurde im 19. Jahrhundert von Charles Darwin aufgrund von Beobachtungen entwickelt. Die heutigen Erkenntnisse beruhen im wesentlichen auf der Genetik. Dementsprechend sind im Laufe der Zeit mehrere Evolutionstheorien entstanden, von denen einige heute als wissenschaftlich überholt gelten. So hat nicht jede Spezialisierung und „Höherentwicklung“ auf die Dauer einen Vorteil beim Überleben gehabt, viele Arten sind ausgestorben.

Die Irrtümer in einzelnen Theorien und einige Einzelheiten aus der Forschung versuchen zum Beispiel Vertreter der christlichen Schöpfungslehre als „Beweise“ gegen die Evolution zu verwenden. Die „Kreationisten“ vertreten die Auffassung, dass die Evolution durch Eingriffe eines Schöpfergottes gesteuert wird. In den Anfängen stützten sich die Evolutionstheorien auf Fossilien, in neuerer Zeit hat vor allem die Genetik wichtige Erkenntnisse geliefert.

Aus der Sicht der Naturwissenschaft hat die biologische Evolution keine bestimmte Richtung. Der Biologe und Hauptvertreter der synthetischen Evolutionstheorie Ernst Mayr schreibt dazu: „Wenn man den evolutionären Trend irgendeiner Eigenschaft, nehmen wir einen Trend zur Steigerung der Körpergröße oder zu längeren Zähnen, genau unter die Lupe nimmt, wird man finden, dass er nicht gleichmäßig abläuft. Häufig wechselt er die Richtung und kehrt sich sogar gelegentlich um. Gegen eine immanente Zweckmäßigkeit oder den Hang zur Perfektion spricht letztlich auch die Häufigkeit, mit der sich das Aussterben von Arten in allen geologischen Formationen beobachten lässt.“[1]

1 Siehe auch

2 Einzelnachweise

  1. http://www2.vobs.at/bio/evolution/e-einf_mayr.htm