Ernst Nolte

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Ernst Nolte (* 11. Januar 1923 in Witten/Ruhrgebiet, † 18. August 2016 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Philosoph. Sein Buch Der Faschismus in seiner Epoche machte ihn international bekannt. Er ist insbesondere durch den sogenannten Historikerstreit, den er mit seinem Aufsatz Vergangenheit, die nicht vergehen will auslöste, bekannt geworden. In diesem Aufsatz ging er der Frage nach, warum die deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1945 der einzige Geschichtsabschnitt ist, der anscheinend immer noch in Deutschland ständig öffentlich gegenwärtig ist und nicht wie alle anderen Abschnitte bzw. Epochen der Geschichte nur noch primär für den Historiker von Interesse ist. Als im Jahr 2000 Nolte den Konrad-Adenauer-Preis erhielt, sollte Angela Merkel die Laudatio halten - sie lehnte jedoch ab.

1 Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Selbstentfremdung und Dialektik im deutschen Idealismus und bei Marx. Dissertation, Freiburg im Breisgau 1952
  • Der Faschismus in seiner Epoche. Action francaise – Italienischer Faschismus – Nationalsozialismus. Piper, München 1963.
  • Der europäische Bürgerkrieg 1917–1945. Nationalsozialismus und Bolschewismus. Propyläen, Frankfurt am Main 1987
  • Geschichtsdenken im 20. Jahrhundert. Von Max Weber bis Hans Jonas. Propyläen, Frankfurt am Main 1991

2 Sekundärliteratur[Bearbeiten]

  • Siegfried Gerlich: Ernst Nolte: Portrait eines Geschichtsdenkers, Schnellroda 2009.

3 Weblinks[Bearbeiten]

4 Einzelnachweise[Bearbeiten]