Aktie

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Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk, Aktie von 1910 mit aufgedruckten Vemerken

Eine Aktie ist ein Wertpapier, welches den Eigentumsanteil an einer Aktiengesellschaft beeinhaltet. Gewöhnlich ist eine Aktie auch mit dem Stimmrecht in der Hauptversammlung der Aktionäre verbunden. Demnach hat grundsätzlich jede Aktie eine Stimme. Die Summe aller Aktien bilden das Grundkapital des Unternehmens. Die Zahl der Aktien und somit auch die Zahl der Stimmen wird nur begrenzt durch die Anzahl der tatsächlich ausgegebenen Aktien. In Deutschland muss der Wert einer Aktie bei der Gründung des Unternehmens wenigstens einen Euro betragen, höhere Beträge müssen auf volle Euro lauten. Ein bestimmter Nennwert muss jedoch nicht genannt werden. Insbesondere bei Aktien an der Börse ist der Preis frei handelbar. Durch den Börsenhandel kann die Marktkapitalisierung (oder auch der Börsenwert) eines Unternehmens vom eingezahlten Grundkapital erheblich abweichen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Aktien, zum Beispiel

  • Namensaktien müssen auf den Namen des Inhabers eingetragen werden. Das gibt dem Unternehmen eine Sicherheit, wer tatsächlich Aktionär ist, bedeutet aber meist einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand
  • Stammaktien werden meist bei der Gründung eines Unternehmens ausgegeben und sind mit einem Stimmrecht verbunden, d.h. jede Aktie hat eine Stimme
  • Vorzugsaktien sollen Investoren mit einer höheren Dividende locken, haben aber meist kein Stimmrecht
  • Stückaktien ohne Nennwert sind die heute übliche Form der Aktie. Sie haben meist den Gegenwert von einem Euro am Grundkapital. Die Höhe des Grundkapitals gibt damit zugleich Auskunft über die Zahl der Aktien
  • Nennwertaktien sind meist nur noch für Aktiengesellschaften üblich, wenn diese nicht an der Börse gehandelt werden. Sie lauten über einen bestimmten Geldbetrag, der auf den Aktien aufgedruckt ist, wenn diese als effektive Stücke ausgeliefert werden.

Die ersten Aktien der Welt wurden 1288 für eine schwedische Kupfermine ausgegeben: Es handelte sich um acht Aktien mit jeweils gleichem Wert. Die Zahl der Aktien erlaubt keinen Rückschluss auf die Zahl der Aktionäre. Um im Börsenhandel die Einflussmöglichkeiten von Aktionäre offenzulegen, müssen die Namen der Inhaber von Aktien in vielen Ländern ab einem bestimmten Prozentsatz von Aktien eines Internehmens veröffentlicht werden. Das gleiche gilt, wenn der Vorstand oder Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft an der Börse Aktien kauft oder verkauft: Auch diese Vorgänge müssen veröffentlicht werden.