Urban Entertainment Center

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter einem Urban Entertainment Center (kurz UEC) versteht man die Weiterentwicklung eines Einkaufszentrums durch integrierte Freizeit- und Unterhaltungsangebote.[1]

Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Entstehung

Das Kaufverhalten der Verbraucher (Konsumenten) lässt sich seit den 1990er Jahren nur noch schwer einschätzen. Anstelle des bisherigen Entweder-Oder zwischen den auf dem Vormarsch befindlichen Discountern und teureren Markenartikelgeschäften entstand das Modell eines hybriden Verbrauchers, der seinen Bedarf in verschiedenen Branchen befriedigen möchte, wozu auch die Gastronomie gehört. Zudem stagnierten die Umsätze des Einzelhandels sowohl absolut als auch relativ, bezogen auf die absolute Kaufkraft. Kerngedanke eines UEC ist ein durch Unterhaltung bestimmtes Image, d. h. nach außen hin wird vor allem die Unterhaltung propagiert. Durch die entsprechenden Angebote werden die Kunden angezogen und in eine entspannte Grundstimmung versetzt. An Stelle des zielgerichteten Erwerbs tritt der Spontankauf. Wirtschaftlich gesehen sind die Unterhaltungsnutzungen alleine nicht tragfähig, da die zu erzielenden Mieten oft zu gering sind. Die wirtschaftlich entscheidende Komponente ist der Einzelhandel, ergänzt durch Gastronomie. Da sich UEC letztlich aus Einkaufszentren weiterentwickelt haben, gibt es zahlreiche Übergangsformen.

Umstritten ist die Frage, ob das Wort „Urban“ in der Bezeichnung UEC überhaupt angemessen ist. Da diese Zentren selten in der Innenstadt gelegen sind, sind sie nicht in Urbanität eingebunden. Eher kann man davon ausgehen, dass die Urbanität künstlich hergestellt wird. Hintergrund hierzu ist die Entstehung des UEC-Konzeptes in den USA, zum Beispiel durch Macy’s. Die Vermischung von Einkaufs-, Freizeit- und Unterhaltungsangeboten auf engem Raum ist seit jeher ein Kennzeichen insbesondere von europäischen Innenstädten und wurde als Vorbild für das UEC genommen. Auch ganze Gebäudekomplexe wurden schon in der Vergangenheit dieser gemischten Nutzung gewidmet; ein bekanntes Beispiel ist der Pariser Palais Royal, der mit Läden, Gaststätten, Spielhallen und Theatern im 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt der Bevölkerung war. Daher ist in Europa der Bedarf nach „künstlich generierter Urbanität“ geringer als in den USA, was einer der Gründe dafür ist, dass sich diese Form des Zentrums in Europa eher zögerlich bzw. durch abgestufte Metamorphose klassischer Einkaufszentren etabliert.

2 Funktionsweise und Zusammensetzung

Das entscheidende Kriterium für ein UEC ist die Art der Unterhaltungsnutzung. Diese umfasst oft ein Multiplex-Kino, ein Musical, eine Spielbank oder Bowling. UEC haben in aller Regel keine Fenster oder anderen Außenbezüge, so dass der Besucher sozusagen aus dem Alltag in eine andere Welt entführt wird und dadurch seine Konsumbereitschaft angeregt werden soll. Daher sucht man in UEC Uhren meist vergeblich.

Für das Verhältnis der Flächen untereinander gibt es keine festen Regeln. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Nutzungen für Unterhaltungszwecke mindestens ein Drittel bis die Hälfte der Gesamtfläche einnehmen. Sobald der Anteil der Unterhaltungseinrichtungen zu gering wird (was wirtschaftlich verlockend erscheint, da diese Objekte vergleichsweise niedrige Mieten generieren), kippt der Charakter zuungunsten der Unterhaltung, weshalb das Objekt dann als UEC nicht mehr funktioniert. Die Nutzfläche eines UEC beträgt im Regelfall mindestens 20.000–30.000 m². Während das UEC baukonstruktiv gesehen eine schlichte und flexibel (um)nutzbare Hülle darstellt, kommen der Gestaltung und Details wesentliche Bedeutung zu. Die technische Gebäudeausrüstung ist meist sehr aufwändig.

UEC sind nicht mit den Factory-Outlet-Centern (FOC) zu verwechseln, die eine gänzlich andere Ausrichtung haben. Sie sind in wirtschaftsgeographischer Hinsicht eine Spezialform eines Clusters, weil darin Einzelhandelsbetriebe, Betriebe der Gastronomie und Freizeitwirtschaft, Kultureinrichtungen und sonstige Dienstleistungsbetriebe im Interesse der Nutzung von Synergien eine Standortgemeinschaft, ein Netzwerk und eine Wertschöpfungskette bilden.

3 Beispiele

3.1 Nordamerika

3.2 Deutschland

4 Vergleich zu Wikipedia




5 Einzelnachweise

  1. https://www.zeit.de/1998/11/entertain.txt.19980305.xml/seite-2

Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway