Riesengebirgslied

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Das Riesengebirgslied (eigentlich Riesengebirglers Heimatlied) wurde 1914 von dem Volksschullehrer Othmar Fiebiger gedichtet. 1915 wurde der Text von Vinzenz Hampel vertont. Es wurde daraufhin in Schlesien als Volkslied sehr populär.

1 Geschichte

Da es durch die politischen Ereignisse in der neugegründeten Tschechoslawakei ab 1920 "politisch inkorrekt" geworden war - der Refrain lautet: Riesengebirge, deutsches Gebirge - wurde der Druck und das Singen bei offiziellen Veranstaltungen verboten. Den späteren nationalsozialistischen Machthabern wiederum missfiel der wenig heroische Bezug auf den Rübezahl und seine Zwerge. Deshalb wurde der Text verändert. Es kamen auch neue Strophen dazu. Auch die DDR verbot das Original aus Rücksicht auf die neuen "Bruderstaaten".

Das Lied wäre mittlerweile vermutlich vergessen, wurde aber in dem sehr erfolgreichen Heimatfilm Grün ist die Heide von 1951 wiederentdeckt. Hier dient es als versöhnliches Ende. Viele heimatvertriebene Schlesier sind in einem Dorf in der Lüneburger Heide gestrandet. Nach vielen Problemen der Einheimischen mit den Zuzüglern singen alle gemeinsam das Riesengebirgslied auf einem Dorffest - mit dem Original-Refrain und mit dem Bezug auf Rübezahl und seinen Zwergen. Auch der Revierförster Rudolf Prack kommt mit dem schönen Flüchtlingsmädel Sonja Ziemann vorbei. Sie werden sich vermählen und eine gemeinsame Zukunft aufbauen.

2 Video

3 Weblinks


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