Orientreise des deutschen Kaisers Wilhelm II. im Jahr 1898

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Die Orientreise des deutschen Kaisers Wilhelm II im Jahr 1898 begann am 12. Oktober. Anlass der Reise von Kaiser Wilhelm II war die Einweihung der neu erbauten evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem. Daneben wollte man auch handfeste wirtschaftliche, politische und geostrategische Interessen vorantreiben, da deutsche Industrielle und Bankiers im Osmanischen Reich einen vielversprechenden Markt sahen. Man wollte auch den im Nahen Osten aktiven Mächten Großbritannien und Russland zeigen, dass man in der Region aktiv ist und Einfluss hat.

- 12. Oktober:

Der Kaiser besteigt mitsamt seinem großen Gefolge in Venedig die kaiserliche Jacht Hohenzollern.

- 18. Oktober:

Der Schiffskonvoi trifft in Konstantinopel ein. Der Kaiser trifft sich auch mit dem Sultan Abdülhamid II.. Die Kaiserin muss auf Wunsch ihres Gemahls auch dem Harem des Sultans einen Besuch abstatten.

- 25. Oktober:

Mit dem Schiff aus Konstantinopel kommend gehen der Kaiser und seine Entourage in Haifa an Land. Den Weg von Haifa nach Jerusalem legt der Kaiser dann hoch zu Ross zurück. Dabei folgt ihm eine drei Kilometer lange Karawane, bestehend aus 1300 Pferden und Mauleseln, 120 Packwagen mit 230 Zelten, 600 Treibern, 12 Köchen und 60 Kellnern.

- 28. Oktober:

Der Kaiser und sein Gefolge kommen vor Jerusalem an. Vor der Stadt wird ein Zeltlager errichtet.

Quellen

  • Volker Ullrich: Zu allen Zeiten ihr Freund; in ZEITGeschichte Panorama Nr. 1/2017: Der Orient - Faszination und Schrecken der islamischen Welt, Seite 92-95