Hugenotten und das Judentum (Theorie nach Kryobob)

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Herkunftsregionen der Hugenotten (braun) vor der Massenflucht aufgrund eines Ediktes im Jahre 1685

Hugenotten war die etwa seit 1560 gebräuchliche Bezeichnung für die Protestanten in Frankreich. Ein Zusammenhang zwischen den Hugenotten und dem Judentum wird aufgrund verschiedener Anhaltspunkte vermutet. Inhalt dieses Artikels ist die Herleitung der These, ob die Hugenotten in einer jüdisch-theologischen und nicht römisch-katholischen Tradition stehen. Ziel dieses Artikels ist, die These zur Diskussion zu stellen. Dieser Artikel gibt somit nicht den Stand der Wissenschaft wieder. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Jahresangaben, Personennamen oder Orte manchmal nicht korrekt sind, Quellen nicht richtig wiedergegeben oder diese im Sinne der These interpretiert wurden.

1 Einleitung[Bearbeiten]

Für die Nationalsozialisten gelten die Hugenotten und ihre Nachkommen als eine »besonders positive Auslese besten germanischen Blutes« und sind den deutschen Volksgenossen gleichgestellt.[1][2]

2 Das Wappen der Hugenotten[Bearbeiten]

Wappen des Templer Großmeisters Guillaume de Sonnac, des Grafen von Toulouse und der Hugenotten
Vergleich der Siedlungsgebiete der Hugenotten (Auszug) mit den jüdischen Gemeinden in 19. Jahrhundert

Zu den Wappen des Grafen von Toulouse und des Templer Großmeisters Guillaume de Sonnac gibt es eine gestalterische Ähnlichkeit mit den Wappen der Hugenotten. Dieses ist die Zahl Zwölf. Dies kann ein Synonym für die Zwölf Stämme Israels sein.

3 Geografische Überschneidungen Hugenotten/Juden[Bearbeiten]

Die geografische Quellenlage erlaubt es nicht die These zu validieren.

4 Namensherkunft Hugenotten[Bearbeiten]

Der Begriff Hugenotte wird unter anderem mit dem Genfer Freiheitskämpfer Besançon Hugues in Verbindung gebracht (um 1520). Außerdem auch über Dante Alighieri Göttliche Komödie mit dem französischen König Hugues (Hugo) Capet.[3] Hugo Capet (940|941-996) war ein König der Franken von 987 bis 996.[4] Zudem zeigte die Herleitung der These sowie deren Validierung, ob der Templerorden ein kryptojüdischer Orden war, dass Propagandisten zur Gründung des Templerordens Hugo hießen. Dieses sind Hugo de Champagne und Hugo von Payns. Es kann ein Zufall sein, aber es kann auch ein Hinweis darauf sein, dass Hugo de Champagne und Hugo von Payns zur gleichen Stammlinie wie König Hugo Capet und Besançon Hugues gehörten.

Einen historischer interessanter Nachklang ist auch die Sage, dass der französische König Hugues Capet nahe dem Hugo-Tor in Tours als Gespenst durch die Straßen geschweift sei. Die Sage wird derart gedeutet, dass Protestanten lichtscheue Elemente seien und sich deshalb im dunkeln trafen, um als kleine "Hugos" Anschläge auf die Staatsmacht und die katholischen Kirchenvertreter zu planen.[5]

5 Validierung der These über den Namen Hugo[Bearbeiten]

5.1 Stammlinie Hugues (Hugo) Capet[Bearbeiten]

König Hugues (Hugo) Capet lebte von 940|941 bis 996 und war von 960 zu seinem Regierungsbeginn als König Herzog von Franzien (Dux Francorum). Er führte im Westfrankenreich einen Dynastiewechsel herbei; das Königsgeschlecht der Karolinger wurde durch eine neue Dynastie ersetzt, die später nach Hugos Beinamen die Bezeichnung Kapetinger erhielt. Alle späteren französischen Könige und zahlreiche weitere europäische Herrschergeschlechter und Adelsfamilien waren Nachkommen Hugo Capets in direkter männlicher Linie. Zu den Nebenzweigen der Kapetinger gehörten die Valois, die Bourbonen und das Haus Orléans. Die Herrschaft der als „Haus Frankreich“ bezeichneten Nachkommen Hugo Capets wurde erst durch die Februarrevolution 1848 endgültig beendet.

Aufgrund der Tatsache, dass die Dynastie von Hugues (Hugo) Capet die Bezeichnung Kapetinger erhielt, sollten die Vorfahren von König Hugues (Hugo) Capet Germanen gewesen sein. Somit wird abgeleitet, dass die Stammlinie von Hugues (Hugo) Capet keine jüdische Stammlinie sein sollte.

Anmerkung: Der jüdische Familienname Capet existiert. Dieses kann ein Hinweis darauf sein, dass die Stammlinie von König Hugues (Hugo) Capet nicht germanisch ist, es sei den es gab einen Ort mit dem Namen Capet in Frankreich

Zudem zeigte die Recherche bei Ancestry.com auch, dass der jüdische Vorname Hugo ein typischer jüdischer Vorname ist. Die Bedeutung des Namens Hugo (Hugu) ist der Denkende oder der Kluge. Aber es zeigte sich, dass der Vorname Hugo von 1890 bis 1947 sehr beliebt war. Somit kann nicht abgeleitet werden, dass Hugo eine typischer jüdischer Vorname war.[6] Aber Aufgrund der Tatsache, dass es für das Judentum elementar ist die hebräische Bibel lesen zu können, konnten Juden im Gegensatz zu Christen im Mittelalter lesen und schreiben. Somit kann der Name Hugo darauf hinweisen, dass Personen mit dem Namen Hugo lesen und schreiben konnten. Also, dass Hugos besonder klug sind. Somit kann dieses wieder ein Hinweis darauf sein, dass Hugos getaufte Juden waren.

5.2 Fazit[Bearbeiten]

Die These konnte nicht durch eine Indizienkette, im Gegensatz zu dem Templerorden, validiert werden. Somit besteht nur die Möglichkeit durch Genanalysen die These zu validieren. Eines der Ergebnisse sollte sein, dass der französische König Hugues (Hugo) Capet germanische Vorfahren hatte und keine jüdischen, aber die Propagandisten zur Gründung des Templerordens Hugo de Champagne und Hugo von Payns hingegen jüdische Vorfahren hatten.

Dieses zeigt auch die Validierung der These Katholisierung Frankreichs durch die Merowinger, dass keine verwandschaftlichen Beziehungen zwischen den Nachfahren von König Hugues (Hugo) Capet und den Propagandisten zur Gründung des Templerordens Hugo de Champagne und Hugo von Payns geben wird. Somit wird der Name Hugo wahrscheinlich anzeigen, dass König Hugues (Hugo) Capet gebildet war und hierüber seine Herrschaft propagandistisch begründet wurde. Leider kann diese These nicht mit Quellen belegt werden.

6 Weblinks[Bearbeiten]

7 Literatur[Bearbeiten]

8 Video[Bearbeiten]

Die Kinder der Kamisarden - Protestanten in Südfrankreich (Doku 1985)[7], RheintalTV, Youtube, abgerufen am 29. Mai 2017</ref>

9 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hugenotten unter dem Hakenkreuz[1] Bibliothek für Hugenottengeschichte (BFHG), abgerufen am 20. Mai 2017
  2. Hugenotten unterm Hakenkreuz: Studien zur Geschichte der Französischen Kirche zu Berlin 1933–1945[2] Ursula Fuhrich-Grubert, Seite 433, ISBN-13: 978-3110139808
  3. Wikipedia: Hugenotten[3]
  4. Wikipedia: Hugo Capet[4]
  5. Ein Gespenst namens Hugo[5] Deutsches Hugenotten-Museum, abgerufen am 19. Mai 2017
  6. Hugo[6] beliebte-vornamen.de, abgerufen am 20. Mai 2017