haTikwa

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התקוה
Transkription haTikwa
Land Israel
Verwendungszeitraum 1948–heute
Text Naphtali Herz Imber
Melodie Samuel Cohen

haTikwa (hebräisch התקוה oder התקווה, auch Hatikvah, deutsch: „die Hoffnung“) ist der Titel der Nationalhymne Israels. Mit der Gründung des Staates Israel wurde sie zur inoffiziellen Nationalhymne, 2004 erhielt sie diesen Status auch offiziell.

Die Melodie wurde aller Wahrscheinlichkeit nach einem europäischen Volkslied nachempfunden, der Text ist eine gekürzte Form des Gedichtes von Naphtali Herz Imber.

Der Text der HaTikwa wurde erstmalig in Jerusalem im Jahr 1886 unter dem Titel „Unsere Hoffnung“ veröffentlicht. Die Melodie wurde zusammen mit dem Text erstmalig in Vier Lieder unter Verwendung syrischer Melodien, arrangiert von T. S. Friedland] als Sehnsucht im Jahr 1895 bei C. G. Röder in Leipzig herausgegeben. Zwei Jahre später fungierte das Lied als zionistische Hymne beim ersten Zionistenkongress in Basel. Die Melodie ist der Moldau von Frederic Smetana ähnlich. Es wurde auch behauptet, dass die Melodie der HaTikwa mit einigen baskischen, böhmischen, deutschen, polnischen, rumänischen und spanischen Volksliedern Ähnlichkeiten aufweise. Sie könnte auch auf der sephardisch-jüdischen Melodie für das Hallel beruhen.[1]

Als inoffizielle zweite Nationalhymne Israels wird oft das Lied Yerushalayim Shel Zahav (Jerusalem aus Gold) angesehen.

1 Text[Bearbeiten]

כל עוד בלבב פנימה
נפש יהודי הומיה,
ולפאתי מזרח קדימה
עין לציון צופיה -

עוד לא אבדה תקותנו,
התקוה בת שנות אלפים,
להיות עם חופשי בארצנו
ארץ ציון וירושלים.

Kol od ba-lewaw p'nima -
Nefesch jehudi homija
U'l fate mizrach kadima
ajin le tzijon tzofija.

Od lo awda tikwatejnu
HaTikwa bat schnot alpajim:
Lihjot am chofschi beArtzenu -
Eretz Tzion wJiruschalajim.

Solang noch im Herzen
eine jüdische Seele wohnt
und nach Osten hin, vorwärts,
das Auge nach Zion blickt,

solange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt,
zu sein ein freies Volk, in unserem Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!

2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. James J. Fuld: The Book of World-Famous Music - Classical, Popular and Folk, 5. Aufl., 2000, Seite 375

3 Weblinks[Bearbeiten]