Gunnar Heinsohn

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Gunnar Heinsohn (* 21. November 1943 in Gotenhafen) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Soziologe und freier Publizist. Er ist emeritierter Professor für Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch seine Thesen zur Bevölkerungspolitik und Demographie bekannt, die teilweise kritisiert werden.

Der emeritierte Professor für Politik und Wirtschaft Mohssen Massarrat bezeichnete in der Frankfurter Rundschau Heinsohns Forderung, dass internationale Hilfsorganisationen aufhören müssten, durch ihren Einsatz die „Kinderproduktion“ in Krisengebieten und Entwicklungsländern zu fördern, als „zynisch“.[1]

1 Werk

Heinsohn setzte sich unter anderem mit der Diskussion um Sarrazins Positionen zu den erblichen Anteilen der Intelligenz und zur Problematik der Zuwanderung in die Sozialsysteme auseinander. Er schreibt, „dass selbst entschiedenste Milieutheoretiker - wenn auch unter Zähneknirschen - maximal fünfzig Prozent der Leistungen für schulisch formbar halten.“ Er wirft Naika Foroutan „eine Irreführung mittels Statistik“ vor. Sie unterschlage folgende Entwicklung: „Der Anteil unter den einreisenden Türken auf Sozialhilfe lag zu Beginn der Einwanderung bei weniger als einem Prozent. Das kann auch gar nicht anders sein, weil sie ja für offene Stellen angeworben wurden. 2008 allerdings liegt in Berlin der Anteil an Sozialgeldempfängern unter Türkischstämmigen ... bei knapp fünfzig Prozent.“[2]

2 Andere Lexika





  1. Mohssen Massarrat: Schuld an Kriegen sind die Mütter, in: Frankfurter Rundschau, 31. Januar 2007.
  2. Integrations-Debatte: Die unterschlagenen fünftausend Prozent, FAZ vom 8. September 2010