Gaspar Bennàzar i Moner

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Profil.png Profil: Bennàssar i Moner, Gaspar
Namen Bennàzar, Gaspar
Beruf spanischer Architekt
Persönliche Daten
1869
Palma de Mallorca
1933
Barcelona


Gaspar Bennàssar i Moner (* 18. August 1869 Palma de Mallorca, † 15. Januar 1933 in Barcelona) war ein bedeutender spanischer Architekt und Baumeister der das Bild der Stadt Palma entscheidend geprägt hat und nicht umsonst unter dem Spitznamen „s’Arquitecte” bekannt wurde [1].

1 Leben und Werke[Bearbeiten]

Gaspar Bennàssar wächst in der Altstadt von Palma zusammen mit sieben Brüdern auf. Sein Vater Antonio war Seemann der spanischen Handelsmarine. Nach der Grundschule folgte Bachelor-Studium am Institut der Balearen (Instituto Balear ) in der ehemaligen Jesuitenschule der Calle Montision in Palma.

1899 erlangte er an der Hochschule für Architektur, Escuela Superior de Arquitectura de Madrid, den Architektentitel. Noch im gleichen Jahr wurde er zum Diözesan-Architekten von Menorca ernannt.

1900 erstellte er die Baupläne für das Theater „Teatro Lírico. 1901 wurde er zum Stadtarchitekten von Palma ernannt, das er bis zu seinem Tode inne hatte.

Ab 1902 leitete er das Projekt Plan de Ensanche und Plan Calvet de Palma, eine der bedeutenden Baumassnahmen der Stadterweiterung von Palma [2] .

1903 Hochzeit mit Amèlia Munar. 1904 entwarf er das Gebäude der Sparkasse Caixa d'Estalvis in der Nähe der Plaza de San Francisco . 1905 entwarf er die Wohnsiedlung an der Plaza d’Espanya wo 1910 die erste Wetterstation untergebracht wurde. 1906 plante er den Städtischen Schlachthof.

Es folgten weitere Gebäuden, die sich der Strömung der Art Nouveau zuordnen lassen, darunter das Kaufhaus El Águila aus dem Jahre 1909 dass er zusammen mit Jaume Alenyà, mit dem er sein Architekturbüro teilte, entwarf [3]. 1906 folgte das Hotel Príncipe Alfonso an der Cala Major. Im Jahre 1909 das Gebäude El Triquet, dass wie das vorstehende Hotel im Neomudejarstil erbaut wurde.

1910 legte er der Stadtverwaltung einen Entwurf vor und gestaltet den Paseo de Sagrera in einer Nacht und Nebelaktion mit rund 200 Arbeitern unter seiner Leitung in nur zwei Tagen in eine eindrucksvolle Promenade um. 1912 wurde die von ihm entworfene Escuela Graduada eingeweiht. 1914 - 1916 entstand der Bau Bar Christal mit modernistischen Elementen, die sich in die Strömung des Wiener Sezessionismus einordnen lassen. 1918 folgen die Treppenstufen des Mirador (Aussichtspunkt) der Kathedrale La Seu von Palma [4].

Die letzte Schaffensphase Bennàssar (1920-1933) standen unter neobarocken Ausdruck, und einigen Werken im Neorenaissancestil. Ebenfalls zählten auch neogotische Werke zu seinen Entwürfen wie zum Beispiel die Pfarrkirche von Esporles( 1923). Zu seinen Werken gehört auch der eindrucksvolle Glockenturm der Kirche Els Dolors von Manacor (1929). Bedeutende Werke aus dieser Zeit sind Can Tous (1922), Can Bibiloni (1928), Cas Nét (1929) und die Stierkampfarena, das berühmte Coliseo Balear (1929), sowie das Gebäude des ehemaligen Kinos Cine Born (1931). Als eines seiner letzten Bauwerke gilt die Eisenbahnbrücke Es Pont d'es Tren [5]

Januar 1933 starb er in Barcelona, während der Teilnahme an einem Architekturkongress.

2 Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1906 wurde er für das Projekt Städtischer Schlachthof Palma bei der Exposición Nacional de Bellas Artes, Madrid ausgezeichnet.
  • 1996 Ernennung zum Berühmten Sohn von Palma de Mallorca [6]

3 Trivia[Bearbeiten]

Er selbst unterzeichnete seine Werke oft nur mit der Unterschrift „Bennàzar“ wodurch in der Folge der Name Gaspar Bennazar in zahlreichen Veröffentlichungen bekannt wurde. Es gab einige Versuche der Historiker die Umgestaltung in die korrekte Schreibweise des Geburtsnamen der nach ihm benannten Strassenbezeichnung (Av. Arquitecte Gaspar Bennàzar) vorzunehmen.

4 Quellen[Bearbeiten]

  • L'Altra Mallorca: Moderne Route Itinerario2 Palma 1970
  • Jesus M. González Pérez: Planung und Bau von mittelgroßen Städten (Seite 9)
  • "Palma - Contemporary City", S. 198 der Große Enzyklopädie von Mallorca, Band 12

5 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maribel Bennazar; Gaspar Bennàssar , Balear S'Arquitecte ; Verlag Panorama Palma 1980
  2. El Ensanche de Palma . “Planteamiento del tema, problemática, construcción y valoración de un nuevo espacio urbano, 1868-1927. Maria Dolores Ladaria Bañares.
  3. El Águila Foto vom Kaufhaus
  4. * Freie Übersetzung aus: Enciclopedia de Mallorca (Bd. 2, S. 62 - 64) von Pedro Voramar
  5. Artikel Eisenbahnbrücke
  6. Patrimonio cultural

6 Literatur[Bearbeiten]

  • Maribel Bennazar; Gaspar Bennàssar Balear S'Arquitecte ; Verlag Panorama Palma 1980