Die jüdische Religion (von Frederick R. Lachmann herausgegebenes Sachbuch)

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Die jüdische Religion ist ein von Frederick R. Lachmann im Jahr 1977 herausgegebenes Sachbuch über die Religion der Juden.

1 Details[Bearbeiten]

  • Das Buch erschien im Jahr 1977 beim Verlag Aloys Henn in Kastellaun.
  • Es enthält über 20 Aufsätze nahmhafter Kapazitäten zum Themengebiet "Jüdischer Glaube".
  • Die meisten Autoren sind selber Juden.
  • Einige Aufsätze sind aus dem Englischen in das Deutsche übersetzt.
  • Das Buch hat ohne das hilfreiche Glossar und die ausführliche und gute Bibliographie 195 Seiten.

2 Inhalt[Bearbeiten]

  • Als Autoren sind u.a. Martin Buber, Leo Baeck, Arthur Hertzberg, Leon Roth, Willi Herberg, Milton Steinberg, Abraham Joshua Heschel oder Louis Finkelstein vertreten.
  • Es sind u.a. Aufsätze zu Themen wie Talmud, Tora, Kabbala, dem Selbstverständnis der Juden als auserwähltem Volk, der jüdischen Messiashoffnung, dem Monotheismus, Demut und Nächstenliebe im Judentum, dem jüdischen Gottesdienst an Festtagen, den Propheten oder dem Begriff "Gelobtes Land" vorhanden.
  • Man kann das Buch jedem an Kultur- und Religionsgeschichte interessierten Leser nur empfehlen. Besonders empfehlen kann man es "Betroffenheitsfanatikern" und linken Antifa-Kämpfer, die gerne ständig über die deutsche Schuld gegenüber den Juden lamentieren, meist aber kaum eine Ahnung von jüdischer Religion und Kultur haben.
  • Die Einleitung stammt von Lachmann. Hier schreibt er u.a.:
"So finden sich unter den im vorliegenden Bande zu Worte kommenden Autoren bedeutende Repräsentanten der deutsch-jüdischen, aus der ursprünglichen Welt der "Wissenschaft des Judentums" hervorgegangenen und auf ihr aufbauenden Forschung. Der Hauptwert aber ist auf moderne Denker gelegt worden, die aufgrund der allerneusten Forschungsergebnisse und Funde und aufgrund des Erlebens eines wieder im eigenen Lande ansässigen Bevölkerungstails zu neuen Erkenntnissen gelangt sind, die der jüdischen wie der nicht-jüdischen Welt im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts entsprechen." [1]
  • Nachfolgend werden die einzelnen Aufsätze des Buches kurz vorgestellt.

2.1 Arthur Hertzberg: Das "Auserwählte Volk"[Bearbeiten]

  • Der konservative US-amerikanische Rabbiner und Politiker Arthur Hertzberg behandelt das häufig missverstandene Thema von der Auserwähltheit der Juden durch Gott.
  • Der Aufsatz umfasst fünf Seiten.
  • Er erklärt zuerst die Grundlage dieser Vorstellung in den biblischen Texten.
  • Dann deutet er Folgerungen daraus für die Juden, speziell auch für die heutige Zeit. Hertzberg schreibt u.a.:
"Der verläßlichste Schlüssel zum Verständnis des Judentums in seinen eigenen Worten ist in seiner Vorstellung vom "auserwählten Volk" zu finden. Diese Doktrin von der "Erwählung" ... war schon für die Bibel ein Mysterium, die die göttliche Wahl nicht irgendwelchen angeborenen Verdiensten der Juden zuschrieb, sondern dem unerkennbaren Willen Gottes ... Im Laufe der Zeit wurden viele Versuche unternommen, diese Doktrin zu verteidigen und zu erklären ... Die säkularistischen Versionen jüdischer Erfahrung, wie einige Formen des Zionsimus, wollten diese Doktrin aufgeben. Gleichwohl ist es meine Auffassung, daß das Judentum ohne sie nicht vorstellbar ist." [2]

2.2 Martin Buber: Das "Gelobte Land"[Bearbeiten]

  • Danach stellt der berühmte jüdische Philosoph und Theologe Martin Buber auf acht Seiten die jüdische Vorstellung vom Gelobten Land vor.
  • Er betont, dass "Zion", d.h. die Vorstellung vom "Gelobten Land" mehr als eine nationale Idee im Rahmen des im 19. Jahrhunderts in fast allen Ländern aufkommenden Nationalgefühls/Nationalismus sei.
  • Buber meint dazu u.a.:
"Es ist kennzeichnend für den Sachverhalt, daß diese nationale Idee sich nicht wie die anderen nach einem Volke, sondern nach einem Orte benannte. (...) Zum Unterschied von den nationalen Ideen anderer Völker war die mit diesem Namen bezeichnete Vorstellung nicht ein Novum, nicht ein Produkt der gesellschaftlichen und politischen Wandlungen, deren historische Kundgebung die Französische Revolution war, sondern nur eine Fortsetzung, nur die der allgemeinen Form der nationalen Bewegungen im 19. Jahrhundert angepaßte Neugestaltung einer uralten, zugleich religiösen und volkstümlichen, geistigen Realität. Und diese Realität war die im Namen Zion zentrierende heilige Ehe eines "heiligen" Volkes mit einem "heiligen" Land." [3]
  • Die Verheißung des Landes an die Israeliten bedeute nach Buber, dass "mitten in der Geschichte ein unbedingtes Verhältnis zwischen einem Volk und einem Land in den Bund zwischen Gott und dem Volk aufgenommen wird." [4]

2.3 Leo Baeck: Der Eine Gott[Bearbeiten]

  • Der Rabbiner und Führer des fortschrittlichen Judentums, Leo Baeck, legt auf 10 Seiten seine Deutung des einen, unteilbaren und absoluten Gottes im Judentum dar.
  • Er sieht die jüdische Gottesvorstellung als eine zutiefst sittliche/ethische Vorstellung. Daraus folgen absolute ethische Forderungen an den einzelnen Menschen. Baeck grenzt diese Vorstellung klar von antiken und/oder christlichen Vorstellunegen ab. Er meint u.a.:
"Diese Forderung der bestimmten Entscheidung, dieses Ernstnehmen, dieses "du sollst" - "du sollst nicht" ist das Eigentümliche dieser Religion. Das Gute ist hier nicht, wie für Plato, nur Idee, nur ein ewig Seiendes, zu dem der Mensch sich erheben und das er anschauen soll, und es ist auch nicht, wie für Aristoteles, die mittlere Straße, die zwischen den Extremen aufgezeigt ist. Es ist hier ein ganz anderes: es ist das Gebietende, das Kategorische; es fordert den Menschen unbedingt und uneingeschränkt, ..." [5]
  • Danach geht er auf die Unterschied zwischen jüdischem Monotheismus und mythologischen, polytheistischen ein. Er diskutiert den Gegensatz von polytheistischem Mythos und monotheistischem Schöpfungsglauben.

2.4 Salo W. Baron: Historischer Monotheismus[Bearbeiten]

  • Der jüdische Historiker Salo Wittmayer Baron arbeitet das speziell für die jüdische Religion typische Element des "geschichtlichen" heraus. Er meint zu Anfang seines sechs Seiten langen Aufsatzes:
"Um es gleich zu Beginn festzustellen: die jüdische Religion ist von ihren frühesten Anfängen an und im Lauf der Zeit zunehmend im Gegensatz zu allen Natur-Religionen eine geschichtliche Religion gewesen." [6]
  • Dann erläutert er dies anhand etlicher Beispiele dafür, wie bsp. jüdischer Feste und Rituale.

2.5 Leon Roth: Judentum[Bearbeiten]

2.6 Leo Baeck: Einheit und Entwicklung[Bearbeiten]

2.7 Kaufmann Kohler: Die Thora[Bearbeiten]

2.8 Milton Steinberg: Zu leben, ist gut[Bearbeiten]

2.9 Bernhard J. Bamberger: Die Propheten[Bearbeiten]

2.10 Siehe auch[Bearbeiten]

2.11 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frederick R. Lachmann: Einleitung; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, Seite 14
  2. Arthur Hertzberg: Das "Auserwählte Volk"; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, S. 21
  3. Martin Buber: Das "Gelobte Land"; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, S. 25 und 26
  4. Martin Buber: Das "Gelobte Land"; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, S. 28
  5. Leo Baeck: Der Eine Gott; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, S. 34
  6. Salo W. Baron: Historischer Monotheismus; in Frederick R. Lachmann: Die jüdische Religion, Verlag Aloys Henn, Kastellaun, 1977, S. 43

3 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Die jüdische Religion (von Frederick R. Lachmann herausgegebenes Sachbuch)) vermutlich nicht.