Crusader (Song von Chris de Burgh)

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Chris de Burgh Live im Jahr 2007
Crusader ist ein acht Minuten und 48 Sekunden langer Titel des irischen Popmusikers Chris de Burgh von seinem gleichnamigen Album aus dem Jahr 1979. In dem mehrteilig gegliederten Song geht es um den Dritten Kreuzzug zwischen 1189 und 1192 zur Rückeroberung Jerusalems, den der Sänger darstellt und auch für die heutige Zeit kritisch beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mitwirkende Musiker

Jerusalem (Foto der Altstadt im Jahr 2008) - Weit über 1000 Jahre ersehntes Hoffnungssymbol und Ziel der mordlüsternen Agressionen von Juden, Christen und Moslems
Es wirken neben Chris de Burgh als Sänger und an der Akustikgitarre folgende, häufig im Umfeld des Alan Parsons Projects aktive Musiker an dem Titel mit: Außerdem ist ein Orchester und Chor beteiligt, den Andrew Powell leitet.
Mittelalterliche Darstellung der Eroberung Jerusalems durch das christliche Heer im Ersten Kreuzzug im Jahr 1099

[Bearbeiten] Der Song

Der Titel gliedert sich in mehrere allerdings nicht explizit durch Pausen getrennte Abschnitte. Auf dem Cover sind folgende Teile ausgewiesen:

[Bearbeiten] The Fall of Jerusalem

Dieser in der Tonart e-Moll gehaltene Abschnitt geht von 0`00 bis 2`26 Minuten.

[Bearbeiten] In the Court of Saladin

Verherrlichung von Saladin durch das diktatorische syrische Regime der Assad-Familie mittels einer Monumentalstatue in Damaskus
Dieser von 2`27 bis 5`02 Minuten dauernde Teil hebt sich musikalisch deutlich vom ersten Teil ab. Das ganze Rockinstrumentarium ist über einem durchgehenden und vorwärts treibenden Rhythmus eingesetzt. Einwürfe der Streicher und Blechbläser (weniger flächig sondern oft auch in rhythmischer Funktion), sowie der Chor im Refrain unterstützen die Dramatik bzw. Monumentalität der im Text beschriebenen/verarbeiteten Ereignisse am Hof von Saladin.

[Bearbeiten] The Battle

Dieser kurze Teil versucht von 5`05 bis 5`57 die Schlacht um Jerusalem rein instrumntal darzustellen. Der Abschnitt beginnt mit ein paar Klavierläufen. Die rhythmische Begleitung des restlichen Teils ist die selbe wie im vorhergehenden Abschnitt. Melodieführend ist, selten in der Musik von Chris de Burgh, ein konventionelles E-Gitarrensolo.

[Bearbeiten] Finale

Von der israelischen Armee zerstörtes Gebäude des Hauptquartier des UN-Flüchtlingshilfswerks für die Palästinenser. Der Krieg für eigene Interessen und das vermeintlich Gute geht im "Heiligen Land" bzw. "Eretz Israel" auch im 21. Jahrhundert noch munter weiter. Nun aber nicht zwischen Christen und Moslems sondern zwischen Moslems und Juden.
Der letzte Abschnitt reicht von 5`58 bis zum Ende des Songs. Funktionell und harmonisch wird der erste Teil The Fall of Jersusalem wiederholt. Das in diesem Teil dominante Orchester erinnert sehr an die Instrumentierungsweise in Titeln des Alan Parsons Project wie z.B. The Eagle Will Rise Again von Pyramid aus dem Jahr 1978, The Turn of a Friendly Card von 1980 oder Old and Wise [3] von 1984. Hier hört man deutlich, dass Andrew Powell seit dem ersten Album auch die Orchesterparts des Alan Parsons Projects gestaltet hat.
"Obwohl Jahrhunderte vergangen sind ist die Erinnerung an diese damaligen Feinde immer noch lebendig. Könnte es sich wiederholen? Da sagte der Narr: "Du weiser Mann treibst mich mit deinem leeren Geschwätz und deiner Suche in der Vergangenheit wirklich zum lachen. Es gibt auch bei den heute kämpfenden Menschen nur Gier und Böses. Das Lied der Kreuzfahrer ist schon lange vergangen."

[Bearbeiten] Meinungen

Nach den Mißerfolgen der letzten Jahren wollte es Chris de Burgh 1978 offenbar wohl wissen und engagierte Andrew Powell als Produzent für sein Album „Crusader“. Powell war Insidern als ein Drittel des Alan Parsons Project ein Begriff. In diesem Erfolgsprojekt war er für die üppigen, teilweise bombatischen Orchestereinlagen verantowrtlich. Dementsprechend klingt „Crusader“ teilweise mehr nach The Alan Parsons Project als nach Chris de Burgh, zumal mit Ian Bairnson, David Paton und Stuart Elliott drei Stammusiker von Alan Parsons am Werk sind. (...) Herausragend dagegen ist das teilweise bombastische „Crusader“, dem mit Abstand besten Stück des Albums und eines der besten Chris de Burgh Stücke überhaupt. In der Geschichte über die mittelalterlichen Kreuzritter zeigt Chris all seine Stärken, sein Gespür für packende Texte und Melodien. Und „Crusader“ ist auch das einzige Stück, in dem Andrew Powells bombastische Orchesterarrangements hineinpassen. [4]

[Bearbeiten] Weblinks

Eine Aufnahme der Originalversion ist im Internet leider nicht verfügbar. Die folgenden Liveversionen sind ohne Orchester gehalten und auch in einigen anderen Aspekten sehr abweichend vom Original.

[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Anm.: Siehe z.B. auch den stilgerechten barocken Pralltriller bei Minute 0`13.
  2. Anm.: Bei der Eroberung Jerusalems ließen sich es sich die christlichen Kreuzritter im Jahr 1099 allerdings nicht nehmen fast alle Einwohner der Stadt - ob Muslime, Juden oder sogar darin verbliebene Christen - wahllos zu töten und die Stadt zu verwüsten.
  3. Siehe z.B. die Liveaufnahme von Old and Wise. Anm.: Die orchestrale Feingestaltung kommt in der originalen Studioaufnahme instrumentations- und auch aufnahmetechnisch weit besser rüber.
  4. Aus www.hitparade.ch

[Bearbeiten] Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Crusader (Song von Chris de Burgh)) vermutlich nicht.





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