Attentat von Sarajewo

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Das Attentat von Sarajewo war ein Mordanschlag vom 28. Juni 1914 auf das Thronfolgerpaar der Donaumonarchie. Dabei wurden Erzherzog Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie von einem serbischen Nationalisten erschossen. Das Attentat gilt als unmittelbarer Anlass für den Ersten Weltkrieg.

Das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar war an jenem Tag auf offiziellem Besuch im 1908 durch Wien annektierten Bosnien-Herzegowina. Eine Warnung des serbischen Premierministers Nicola Pasic war zuvor weitgehend nicht beachtet worden, der Tross des Thronfolgerpaares umfasste nur einige wenige Leibwächter. Pasic seinerseits hatte sich bei seiner Warnung wohl vor allem auch an die Ermordung des serbischen Königs Alexander und seiner Ehefrau im Jahr 1903 zurückerinnert.

Es waren mehrere bosnisch-serbische Attentäter der Geheimorganisation "Schwarze Hand", die dem aufgrund der erwähnten Annexion verhassten Thronfolgepaar an der Durchzugsroute des Konvois breit verstreut auflauerten. Gavrilo Princip war es schließlich, dem sich aufgrund eines kurzen Stopps des Konvois die Möglichkeit bot, auf die beiden aus der Nähe zu schießen und sie zu töten.

Über weitere Ereignisse im direkten Zusammenhang mit dem Attentat siehe: Begräbnis von Franz Ferdinand von Österreich-Este.

Literatur

A. Mombauer: Die Julikrise - Europas Weg in den Ersten Weltkrieg, 2014