Amerikanischer Exzeptionalismus

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Amerikanische Exzeptionalismus (englisch: American Exceptionalism) ist eine nationalistische Theorie, die auf der Grundprämisse einer angeblichen Sonderstellung der USA innerhalb der hochentwickelten Industrienationen basiert. Der amerikanische Exzeptionalismus postuliert die Singularität der Geschichte, Kultur und Gesellschaft der USA.

1 Kritik[Bearbeiten]

Die beiden Hauptkritikpunkte an der Theorie des Amerikanischen Exzeptionalismus sind erstens: die grundsätzliche Hinterfragung des Postulats von der Einzigartigkeit der Gesellschaft, Kultur und Geschichte der USA und der diesem Anspruch zu Grunde liegenden Begründungsmuster. Und zweitens: die Problematisierung des dieser Theorie inhärenten Missbrauchs- und Gefahrenpotenzials, insbesondere der Ableitbarkeit einer Überlegenheit, Auserwähltheit und heilsgeschichtlichen Erlöserrolle der USA und die damit einhergehende Geringschätzung, Abwertung oder gar Verachtung der Gesellschaftssysteme und Kulturen anderer Staaten. Die bis dahin als informelle Nationalideologie der Vereinigten Staaten fungierende Theorie des Exzeptionalismus befindet sich aktuell angesichts sich parallel und stetig vollziehender sozialer, ökonomischer, politischer und geistiger Krisen in einem Prozess der Aushöhlung. [1] Der deutsche Jurist und Publizist Menno Aden interpretiert das aus dem amerikanischen Exzeptionalismus abgeleitete chauvinistische Selbstbild der USA und ihre messianischen Aspirationen als Ausdruck und Kompensation eines tiefsitzenden und stark ausgeprägten Minderwertigkeitskomplexes.[2]

2 Literatur[Bearbeiten]

3 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Erosion des US-amerikanischen Nationalmythos.
  2. Vortrag über das Selbstverständnis der europäischen Völker

4 Interne Links[Bearbeiten]

5 Externe Links[Bearbeiten]