Banyalbufar

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Banyalbufar ist eine der 53 Gemeinde der spanischen Baleareninsel Mallorca. Die Gemeinde hat eine Fläche von 18,1 km² mit 627 Einwohnern (Stand: 2008). Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 34,7 Personen pro km².

1 Lage und Name

Auf der C-710 erreicht man, auf der Straße zwischen Andratx und Valldemossa, nach einer traumhaften Serpentinenstrecke das Dorf Banyalbufar. Das kleine Dorf liegt an einem der Berghänge des Tramuntana-Gebirges.

Der ursprüngliche Ortsname Banyalbahar setzt sich aus zwei klar differenzierten Teilen zusammen: banya und bahar. Banya steht für Gründung einer neuen Niederlassung und bezieht sich auf die Ansiedlung einer maurischen Gemeinde in der Serra de Tramuntana während des 10. Jahrhunderts. Der zweite Teil -bahar ist laut Unterlagen des 13. Jahrhunderts dem katalanischen la mar bzw. sa mar oder auch dem lateinischen juxta mare, das heißt am, nahe dem Meer, entnommen. Die ursprüngliche maurische Bedeutung von Banyalbufar ist folglich nahe dem Meer errichtet. Vier niedrigere Berge gehören zu dieser Gemeinde, wobei Mola de Planícia mit 942 m der höchste ist, und Sa Talaia mit 309 m der niedrigste.

2 Geschichte

Nach der katalanischen Eroberung von Mallorca (Mayurka) 1229 unterstand Banyalbufar den Edelmännern Gilabert de Cruïlles und Ramon Sa Clusa.

Während des Mittelalters wurde das Tal bis ins 15. Jahrhundert von einer praktisch absolutistischen Regierung beherrscht: der Baronie von Banyalbufar. Der Herrscher der Baronie besaß die Zivil- und Strafgerichtsbarkeit über die gesamte Ortsbevölkerung.

Die Einwohner von Banyalbufar widmeten sich fast ausschließlich der Landwirtschaft. Der Fischfang spielte nur eine sekundäre Bedeutung. Angebaut wurden Weizen, Gerste, Hülsenfrüchte, Oliven, Flachs, Hanf, Safran und vor allem Wein. Die hiesige Malvasiertraube war hoch geschätzt. Nachdem ihr Anbau lange Zeit vernachlässigt wurde, ist man heute bemüht, sie neu anzupflanzen. In früheren Zeiten war dieser Ort wirklich ein Weingarten. Denn von der Höhe des Ortes staffeln sich die rund 2.000 Terrassen, auf denen einst ausschließlich Malvasier-Wein angebaut wurde. Dieser Wein war nicht umsonst am Hofe der Könige von Aragón bevorzugt, für Jaume I. soll es mit ein Grund gewesen sein die Insel zu erobern.

Heute werden hier hauptsächlich Tomaten und anderes Gemüse geerntet. Eng verbunden mit dem Weinanbau ist die Wasserversorgung der Felder. Und wie man in diesem Ort seinerzeit dieses Problem gelöst hat, ist schon beeindruckend. Nirgendwo auf Mallorca zeigt sich die Kunst maurischer Wasserexperten so deutlich wie hier. Die Wasserleitungen, die das besonders für die Landwirtschaft wichtige kostbare Nass aus den Bergen herabführen, stammen zum großen Teil noch aus arabischer Zeit. Die aus den Feldsteinen von den Mauren gebauten Trockenmauern bremsen den Wasserlauf ein und die zahlreichen Wasserbecken fangen überschüssiges Wasser auf.

3 Klima

In Banyalbufar werden das ganze Jahr über Niederschläge registriert. Der trockenste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 10,1 l/m². Die höchste Niederschlagsmenge verzeichnet man im Oktober mit 80,9 l/m². Der meiste Regen in Banyalbufar fiel am 10 Juni 1975, als 170 l/m² gemessen wurden.

4 Tourismus

4.1 Sehenswürdigkeiten

  • Mitten im Ort liegt ein altes Herrenhaus mit dem Namen La Baronía.
  • Die Cafeteria Bellavista macht ihrem Namen alle Ehre. Von hier aus kann man den schönsten Blick über die Küste genießen.
  • Um sich vor den maurischen Piraten zu schützen, wurde außerhalb des Ortes einen Wachturm errichtet. Der Wachturm Torre de Ses Animes schwebt gleichsam über dem Meer und ist heute der meistbesuchte Aussichtspunkt ganz Mallorcas.
  • Die kleine Strandbucht ist nur über steile Treppen erreichbar.

4.2 Wanderweg

Eine der schönsten Wanderungen der auf der Insel ist die Wanderung zum Port des Canonge bei Banyalbufar gleich einem Philosophenweg zu der stillen Fischerbucht im Westen führt die Route durch schattenspendenden Kiefernwald fast unmerklich bergab. Später säumen bizarre Felsformationen den Weg, und es ergeben sich herrliche Ausblicke auf die Steilküste. Die weitgeschwungene Bucht von Port des Canonge mit ihren winzigen Kiesstränden belebt sich nur am Wochenende, wenn die einheimischen Fischer ihre kleinen Boote ins Wasser lassen. Ausgangspunkt der Wanderung ist eine Straßenkurve östlich von Banyalbufar zwischen Km 85 und Km 86. Die Wanderung führt über einen leichten bis mittelschweren breiten Waldweg bis zum Port des Canonge (1,15 Std.) Der Weg ist hier und da mit orangefarbenen Punkten markiert.

4.3 Strände

4.4 Unterkunft

Es gibt 190 Betten, verteilt auf die drei Hotels Sa Baronia, Sa Coma und Mar i Vent sowie den ländlichen Gasthof Ca'n Busquets.

5 Feste

  • 8. September la Nativitat de la Verge Maria Dorffest der Schutzherrin des Dorfes Jungfrau Maria, Dauer: 1 Woche
  • 16.- 17. Januar Sant Antoni

6 Weblinks

7 Quellen

  • Banyalbufar in Informationsbroschüre über Mallorca, Hrsg.: Pedro Servera, Mallorca (2002)

8 Andere Lexika




9 Init-Quelle

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