Zwei hebräische Stücke (Komposition von Joseph Achron)

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dieser Artikel wurde exklusiv für das Fernbacher Jewish Music Research Center geschrieben und darf ausdrücklich und unter Strafandrohung nicht in anderen Projekten/Wikis verwandt werden.


Die Zwei hebräischen Stücke (op. 35) sind Kompositionen des jüdisch-litauischen Komponisten Joseph Achron aus dem Jahr 1912.

1 Details[Bearbeiten]

  • Achron war am St. Petersburger Konservatorium in die Violinklasse des berühmten Pädagogen Leopold Auer gegangen, hatte Kompositionsunterricht bei Anatoli Ljadow genommen und begann sich dann mit jüdischer Volksmusik zu befassen.
  • Er war bereits 25 Jahre alt, und ein angesehender Violinist, als er im Jahr 1911 die Gesellschaft für jüdische Volksmusik in St. Petersburg kennenlernte.
  • Neben der Sammlung, Bearbeitung, Publikation und Aufführung jüdischer Folklore engagierte sich die Gesellschaft vor allem darin, junge Komponisten für neue "jüdische Werke" zu gewinnen.
  • Das Werk ist für Klavier und Violine geschrieben.
  • Es wurde von der Gesellschaft für jüdische Volksmusik in St. Petersburg verlegt.

2 Musik[Bearbeiten]

  • op. 35 enthält zwei Stücke:
    • Hebräischer Tanz (op 35, Nr. 1)
    • Hebräisches Wiegenlied (op 35, Nr. 2)

2.1 Hebräisches Tanzlied[Bearbeiten]

  • Das Stück basiert auf einer jüdischen Volksmelodie, die von H. Kopit notiert wurde.
  • Es steht in g-Moll und im 2/4-Takt.

2.2 Hebräisches Wiegenlied[Bearbeiten]

  • Das Stück basiert auf einer jüdischen Volksmelodie, die von S. Kisselgof notiert wurde.
  • Es bringt in langsamen Tempo eine orientalisch bzw. osteuropäisch anmutende Melodie, die auf der Skala g - a - b - cis - d - es - fis- g beruht. Dabei handelt es sich um eine in westeuropäischer Musik unübliche Skala, die man als Zigeunermolltonleiter bezeichnet. In Jüdischer Musik entsprechen ihr annähernd die Modi Ahava Rabbah oder Freygish.
  • Bis Takt 20 wird der erste Teil der Skala (g - a - b - cis -d) verwendet, und ab Takt 21 dann (d - e - es - fis - g).
  • Ab Takt 34 ist die Violinmelodie dann zweistimmig gehalten.

3 Links und Quellen[Bearbeiten]

3.1 Siehe auch[Bearbeiten]

3.2 Weblinks[Bearbeiten]

3.2.1 Bilder / Fotos[Bearbeiten]

3.2.2 Videos[Bearbeiten]

3.3 Literatur[Bearbeiten]

3.4 Einzelnachweise[Bearbeiten]


4 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Zwei hebräische Stücke (Komposition von Joseph Achron)) vermutlich nicht.