Theodor Fontane

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Profil.png Profil: Fontane, Theodor
Namen Fontane, Henri Theodore
Beruf Deutscher Schriftsteller
Persönliche Daten
30. Dezember 1819
Neuruppin
20. September 1898
Berlin


Theodor Fontane (* 30. Dezember 1819 in Neuruppin; † 20. September 1898 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und im Ursprungsberuf Apotheker. Er gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des poetischen Realismus.

Fontane hat den deutschen Roman auf die Höhe des europäischen kritischen Gesellschaftsromanes geführt. Im Zurückdrängen der Handlung zugunsten einer Entfaltung des Dialogs und in der Ausbildung eines formbewussten Erzählens hat er entscheidend auf die Entwicklung des Romans gewirkt.

1 Vita[Bearbeiten]

Theodor Fontane stammte aus einer Hugenottenfamilie.

1864, 1866 und 1870 war er Kriegsberichterstatter, geriet unter Spionageverdacht und wurde von den Franzosen interniert, jedoch nach einer Intervention Bismarcks zu seinen Gunsten wieder freigelassen.

Zeitweilig war er Theaterkritiker bei der Vossischen Zeitung in Berlin.

Er begann mit Balladen im Stil des Spätrealismus über Gestalten aus der schottisch-englischen Geschichte ("Archibald Douglas") oder der märkischen Heimat ("Herr von Ribbeck", "Der alte Zieten"). Spät fand er zu dem in der Berliner Gesellschaft oder im märkischen Adel spielenden realistischen Gesellschaftsroman, in dem er das Bild einer innerlich brüchigen Zeit entwarf.

In dem Roman "Irrungen, Wirrungen" (1888) ist die Fragwürdigkeit der Standeshierarchie thematisiert, in dem Roman "Effi Briest" (1895) die lebenszerstörenden Folgen des Ehren- und Sittenkodexes seiner Zeit.

Im "Stechlin" (herausgegeben 1899) wird die Frage nach einer die Klassengegensätze übergreifenden Humanität erörtert und Fontanes Programm eines christlichen Sozialismus angedeutet.

1.1 Privates[Bearbeiten]

Am 16. Oktober 1850 heiratete er Emilie Rouanet-Kummer. Am 14. August 1851 kam George als erstes Kind der Eheleute Theodor und Emilie Fontane zur Welt. George starb 1887 an einem Blinddarmdurchbruch in Lichterfelde. Die drei darauf folgenden Söhne Rudolf (* 1852), Peter Paul (* 1853) und Ulrich (* 1855) starben jeweils kurz nach der Geburt. Als fünftes Kind wurde der Sohn Theodor (1856–1933) geboren. Auf die einzige Tochter namens Martha (1860–1917), genannt Mete, folgte 1864 schließlich sein letzter Sohn, Friedrich († 1941). Fontanes Ehefrau Emilie starb vier Jahre nach Fontanes Tod und wurde an seiner Seite beigesetzt.

1.1.1 Mitgliedschaften[Bearbeiten]

1.1.2 Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1871 Ritter des mecklenburgischen Hausordens der Wendischen Krone
  • 1894 Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin
  • 2003 Benennung der Stechlin-Maräne mit dem wissenschaftlichen Namen Coregonus fontanae
  • Mehrere Kunst- und Literaturpreise, die nach Fontane benannt sind

1.2 Ausbildung[Bearbeiten]

1.3 Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

1.3.1 Weitere Werke[Bearbeiten]

  • Wanderungen durch die Mark Brandenburg (4 Bände, 1862-1882)
  • Grete Minde (Roman, 1880)
  • L'Adultera (Novelle, 1882)


2 Auftritte[Bearbeiten]

3 Links und Quellen[Bearbeiten]

3.1 Siehe auch[Bearbeiten]

3.2 Weblinks[Bearbeiten]

3.2.1 Bilder / Fotos[Bearbeiten]

3.2.2 Videos[Bearbeiten]

3.3 Quellen[Bearbeiten]

3.4 Literatur[Bearbeiten]

3.5 Naviblock[Bearbeiten]

3.6 Einzelnachweise[Bearbeiten]


4 Andere Lexika[Bearbeiten]