Knöterich

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Knöterich (lat.  Persicaria) ist eine Gattung von Pflanzen aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygoneen). Es sind ein- oder mehrjährige Kräuter oder Halbsträucher mit häufig stark knotig gegliedertem Stengel, oft drüsig punktierten und rotbraun gefleckten Blättern, weißen oder roten Blüten und linsenförmiger oder dreikantiger, vom Perigon völlig eingeschlossener Frucht. Es sind etwa 150 Arten bekannt. In Mitteleuropa sind folgende Arten verbreitet:[1]

Der Schlangen- oder Wiesenknöterich gilt als Futterkraut. Das an feuchten Stellen wachsende pfefferartig scharfe Kraut von Persicaria hydropiper (Wasserpfeffer), dessen glänzende Blätter oft schwarz gefleckt, und dessen grünrote Blüten in eine ährenförmige, nickende Traube gestellt sind, wirkt jedoch auf Schafe giftig. Der Floh-Knöterich (lateinisch Persicaria maculosa, auch Flohkraut genannt) gibt ein schlechtes Futter. Mehrere Arten werden bei uns als Zierpflanzen benutzt, namentlich Japanischer Staudenknöterich (P. cuspidatum C. Koch, Fallopia japonica, P. sieboldi hort.) aus Japan, welcher jährlich eine Anzahl 2-3 m hoher, eleganter, mit leichtem Laub sich bedeckender, verästelter Stengel und weiße, aufrechte Blütenähren treibt. Man benutzt diese Art auch für Anpflanzungen gegen Flugsand.[2]

1 Taxonomie

Schaubild zur Phylogenese

Die Gattung Persicaria war früher als Sektion ein Teil der Gattung Polygonum,[3] in die zum Beispiel auch der Buchweizen (ehemals lateinsch Polygonum fagopyrum) eingeordnet wurde,[4] wird heute aber überwiegend[5] als eigenständige Gattung behandelt.

Es wurde lange angenommen, dass Persicaria zuerst von John Kunkel Small 1895[6] definiert wurde, aber tatsächlich erfolgte die Zuordnung 65 Jahre früher, was bis heute ignoriert wurde. Die korrekte Autorenschaft ist Polygonum subg. Persicaria (L.).[7]

Green Leaf.png Die Pluspedia verwendet für die Kategorisierung von Lebewesen-Artikeln die wissenschaftliche Taxonomie-Datenbank des Global Biodiversity Information Facility Netzwerks (GBIF). Der aktuelle Stand ist der englischen Version zu entnehmen. Dies kann von der klassischen Systematik (Biologie) abweichen.

2 Einzelnachweise

  1. Dietmar Aichele: Was blüht denn da? Wildwachsende Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1991, Lizenzausgabe für Bertelsmann, Seite 26 ff.
  2. 113039 Brockhaus
  3. Proposals to conserve Persicaria maculosa, nom. cons., against Polygonum vernum and to reject the name Polygonum subg. Dioctus (Polygonaceae) abgerufen am Feb 13., 2018
  4. Das große illustrierte Pflanzenbuch, herausgegeben von Walter Baumeister u.a., Verlag für Wissen und Bildung, Rheda 1974, Sp. 621
  5. Atha, Reveal u.Gandhi Proposals to conserve Persicaria maculosa, nom. cons., against Polygonum vernum and to reject the name Polygonum subg. Dioctus (Polygonaceae), abgerufen am 13. Februar 2018.
  6. Mem. Dept. Bot. Columbia College 1: 20, 1895
  7. Raf. (Med. Fl. 2: 66. Jun-Dez 1830; Polygonum [ohne Rang] Persicaria L., Sp. Pl .: 360. 1. Mai 1753

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