Islamische Expansion

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Die islamische Expansion begann im 7. Jahrhundert. Die neue Religion des Islam drängte auch nach Europa. Während der Zugang über die östlichen Meerengen auf die Balkanhalbinsel durch das Oströmische Reich blockiert wurde (674 und 717), eroberten die Araber über den Westen fast ganz Spanien und Portugal. Die Schlacht von Tours und Poitiers im Oktober 732 brachte den militärischen Vormarsch zum Stehen. Die Araber wurden in der Folge immer weiter aus ihren inzwischen besiedelten Gebieten zurückgedrängt, konnten sich im Süden des heutigen Spanien jedoch noch bis 1492 halten. Die betroffenen Gebiete wurden bei der christlichen Rückeroberung (Reconquista) wieder christianisiert, so dass es im Südwesten Europas keine islamischen Minderheiten mehr gab. Anzumerken ist in Bezug auf diese Epoche, dass der damalige Islam im Gegensatz zum heutigen, modernitätsfeindlichen und intoleranten Islam eine tolerante, fortschrittliche und hochstehende Kultur zur Folge hatte.

1 Literatur

Angelika Hartmann: Pluralismus und Toleranz aus der Sicht des Islam; in Christian Augustin, Johannes Wienend und Christiane Winkler (Hrsg.): Religiöser Pluralismus und Toleranz in Europa, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Aufl., Wiesbaden, 2006, S. 147 und 148

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