Gilgamesch-Epos

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Das Gilgamesch-Epos ist eine Zusammenstellung literarischer Werke, die aus dem babylonischen Raum stammen und eine der ältesten überlieferten Dichtungen beinhalten. Das Gilgamesch-Epos stellt in seinen verschiedenen Fassungen das bekannteste Werk der akkadischen und der sumerischen Literatur dar.

Die umfassendste bekannte Version des Epos, das sogenannte Zwölftafel-Epos, ist auf elf Tontafeln aus der Bibliothek des assyrischen Königs Aššurbanipal erhalten. Gilgamesch war nach sumerischer Überlieferung König der Stadt Uruk. Sein Name bedeutet „Der Vorfahr war ein Held“ oder „Der Nachkomme ist ein Held“. Das Epos erzählt von seinen Heldentaten mit dem von der Göttin Aruru erschaffenen menschenähnlichen Wesen Enkidu, das oft als Freund, mitunter aber auch nur als Diener in den Texten erscheint. Zu den wichtigen Themen gehören dabei Tod und mögliche Unsterblichkeit.

Das Epos ist in Keilschrift verfasst. Als Gesamtkomposition trägt es ab der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. den belegten Titel „Derjenige, der die Tiefe sah“ (ša naqba īmuru). Eine vermutlich ältere Fassung des Epos ist unter dem Titel „Derjenige, der alle anderen Könige übertraf“ (Šūtur eli šarrī) bereits seit altbabylonischer Zeit (1.800 bis 1.595 v. Chr.) bekannt (siehe Wikipedia "Gilgamesch-Epos").