Geschichte der Juden in Kuppenheim (Baden-Württemberg)

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Im bei Rastatt gelegenen Kuppenheim lebten nachweisbar ab ungefähr 1570 bis zu ihrer endgültigen, 1940 abgeschlossenen Vertreibung und Ermordung durch die Nazis viele Menschen jüdischen Glaubens.

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1 Mögliche jüdische Präsenz bis 1570

Der erste Hinweis auf jüdische Anwesenheit in Kuppenheim datiert auf die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts: Im Urkundenrödel über die Güter der Kirchenheiligen Sixtus und Sebastian in Kuppenheim von 1433 findet sich am Ende der Urkunde ein Bericht über eine Abgabe von 1,5 Pfund Öl an die Heiligenpfründe aus einer Wiese.[1] In dieser Textstelle sind wohl die Angrenzer der abgabepflichtigen Wiese genannt:

"Item, 1 1/2 pfund öls (gibt) Schick Hensel uff eyner wisen, gewesen ist Bernhart von Berkhusen oder des juden erben." [2]

Diese Textstelle lässt die Schlussfolgerung zu, dass möglicherweise bereits vor dem Jahr 1433 eine jüdische Familie in Kuppenheim gelebt hat, deren Oberhaupt zur Zeit der Errichtung der Urkunde schon verstorben war. Auf jeden Fall gibt es Belege dafür, dass im 15. Jahrhundert bereits Juden in allerdings geringer Anzahl in der Markgrafschaft lebten.[3] So verlieh Kaiser Ruprecht I. dem Markgraf Bernhard von Baden im Jahr 1401 die Reichslehen, welche auch das Judenregal enthielten.[4] Kaiser Friedrich III. ließ 1443 die Krönungsabgabe auch bei den Juden der Markgrafschaft Baden eintreiben. [5] Dennoch kam es auch in dieser Region im Zusammenhang mit Ritualmordbeschuldigungen zu Verfolgungen von Juden. So ließ Markgraf Karl I. 1462 Juden aus verschiedenen Orten gefangen nehmen, foltern und hinrichten. Erst 1524 wurden unter Markgraf Philipp I. wieder Juden in der Markgrafschaft Baden aufgenommen.[6]

2 Jüdisches Leben von 1570 bis 1750

Ab etwa um 1570 haben dann in Kuppenheim nachweislich Menschen jüdischen Glaubens gelebt. Dies geht aus einem Antrag mit Bitte um die Genehmigung zur Abhaltung eines jeweils am Dienstag stattfindenden Wochenmarktes hervor, den die Stadt Kuppenheim 1580 an Markgraf Philipp II. stellt. In diesem wird u.a. folgendes als Begründung aufgeführt:
Dokument [7] mit dem Markgraf Ernst Friedrich von Baden im Jahr 1601 dem Federstäuber Jud Isaac aus Gunstetten bei Hagenau "ohne Tribut, uff gewöhnliche Huldigung" [8] Schutz und Wohnrecht in Kuppenheim erteilt [9]
"... daß euer fürstlich gnaden (die Juden) zu gnädigen schirm angenommen und deroselben etliche bey uns (in Kuppenheim) heußlich einkommen, welche nit wenig verhanthierungen mit allerley wahren und kaufmannsschatz, für den gemeinen mann und keuflich, verfasst sein." [10]

Da die Amtszeit von Philipp II. 1569 begann, kann man annehmen, dass Juden ab etwa 1570 in Kuppenheim ansässig waren. Der Antrag zeigt ferner, dass der Stadt Kuppenheim an der Anwesenmheit der Juden und ihrer Handelstätigkeit gelegen war. [11] Ein weiterer Beleg für die Anwesenheit von Juden in Kuppenheim zu dieser Zeit ist die Erwähnung des Amtmanns Hans Bernhard Badamer von Rohrburg als Schirmvogt der Juden von Kuppenheim aus dem Jahr 1573. [12] Am 10. März 1582 verglich sich Markgraf Philipp II. dann seiner schirmverwandten Judenschaft, dass sie mit Weib und Kind und ihrem Brotgesinde wieder auf sieben Jahre lang ihre häusliche Wohnung nehmen und mit den Untertanen, es sei durch contrahieren, leihen, kaufen oder verkaufen, Handel treiben mögen, wie solche in Schriften verfaßt und durch die ihnen erteilten Privilegien ausgewiesen werde. [13] Er wies außerdem seine Amtleute in den Ämtern Bühl, Ettlingen, Kuppenheim, Rastatt und Steinbach an, den Juden dabei behilflich zu sein. Es ist für die damalige Wilkür der Herrscher im Umgang mit den Juden typisch, dass Philipp II. trotz dieser Zusicherung einer auf sieben Jahre andauernden Ansiedlung bereits zwei Jahre darauf seine Meinung änderte und seine Judenschaft aus dem Lande wies, da er seine armen Untertanen von den Juden ledig machen wolle. Immerhin sagte er den Juden aber zu, ihnen bei der Einziehung ihrer ausstehenden Schulden behilflich zu sein. [14] Für wie schädlich Philipp II. die Juden ansah, geht aus der von ihm 1588 erlassenen baden-badischen Landesordnung hervor, in der es u.a. heißt:

"Als auch meniglich unverborgen, welcher massen die nagenden und schädlichen Wurm, die Juden, dem gemeinen Nutz beschwärlich, die Armen mit Irem schandlichen Gesuch und Wucher wider Gottes Bevelch und Ordnung inn Verderben und Sterben richten, wie dann wir dass Alles leider zu Eingang unserer Regierung befunden; nämlich das sie unsere arme Unnderthanen und Angehörigen mit allerley Gefähr und Betrug eingefuert und gegen Inen viel erdichter und falscher Schulden und Brief gemacht ..." [15]
Allerdings ist es fraglich, ob die Juden wirklich ausgewiesen wurden, da später durchaus vereinzelt einige Juden in der Markgrafschaft zu finden sind auch auch urkundlich erwähnt werden: So wies Kurfürst Kasimir von der Pfalz auf Ersuchen des Markgrafen Philipp von Baden-Baden seine Beamten 1587 an, dem "Juden Samuel Schampfer zu Cuppenheim, ein federstauber, welcher dem Markgrafen zu deren hoff- und haußstatt allerhandt Federwahr auf der Frankfurter Messe einkaufen soll, freies Geleit die ordentliche Geleitstraße nach Frankfurt und zurück durch der Churpfalz Ämbter die ordentliche glaydstraßen hinab nach Frankfurt und wieder von dannen herauf ..." zu gewähren. Im Jahr 1601 wies Markgraf Ernst Friedrich (siehe Bild rechts in diesem Artikel) seinen Untervogt zu Kuppenheim an, den Isac Jud aufzunehmen. [16] Im Jahr 1611 stellten die Beamten der Hofratskanzlei fest, dass vor zehn Jahren neun bis zehn jüdische Familien in Kuppenheim gelebt hätten, heute aber nur noch zwei Familien dort lebten.
Kuppenheim in der Knoderschen Karte von 1559
Nach 1614 werden Juden in der Markgrafschaft Baden nicht mehr erwähnt. Während des Dreißigjährigen Krieges hielten sich wohl keine Juden mehr in Kuppenheim auf. Aus den Visitationsprotokollen des Bistum Speyer geht hervor, das 1683 zehn jüdische Familien in Kuppenheim lebten. [17] Zur Zeit der Verwüstungen Badens durch die französischen Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Ende des 17. Jahrhunderts, verbunden mit dem großen Stadtbrand 1689, ging die Zahl der jüdischen Familien von 10 auf zwei zurück. [18]

Bis zu den Konstitutionsedikten des badischen Staates im Jahr 1809 war den Juden die Ausübung eines Handwerks nicht gestattet. Auf dem Gebiet des Geldverleihs und im Handel jedoch stand ihnen Freiheit zu. Die Juden von Kuppenheim betätigten sich mehrheitlich als Kauf- und Handelsleiute, als Trödler, im Pferde- und Viehhandel sowie vereinzelt als Leder-, Kleider-, Frucht- und Mehlhändler. Die zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Kuppenheim lebenden Juden scheinen wirtschaftlich nicht besonders wohlhabend gewesen zu sein. So notierte der markgräfliche Amtmann im Jahr 1706 über die Kuppenheimer Juden:

"Aron, so sich auf ebenmäßige weiß jämmerlich durchbringet, hat Weib, ein Kind, einen Buben (Gehilfen) / Faist, hausiert in Dorfschaften mit allerhand geringen Waren, hat Weib und zwei Söhne / Itzig, der rote Jud, handelt mit Pferd und Rindvieh, hat Weib, einen Jungen (Gehilfen), sechs Kinder / Jonas, der Alt, hausiert mit allerhand Leder und anderen Waren, hat Weib und vier Kinder / Jonas, der Jung, handelt mit Bauernpferden, hat Weib und Kind" [19]

Im Jahr 1721 wohnten dann fünf jüdische Familien in Kuppenheim. [20] 1747 berichtet dann Pfarrer Sellnacht, dass "Juden senydt hier seßhaft 6 haushaltungen, haben auch nicht mehrers das recht einzuzuegen, es sei dann, das iner aus denselben abgestorben oder ausgezogen". [21]

3 Die Jahre von 1750 bis 1933

Um 1770 lebten in Kuppenheim sieben jüdische Familien, 1783 wurde von zehn jüdischen Familien Schutzgeld erhoben, und 1801 werden in einem Gutachten des markgräflichen Hofrates Philipp Holzmann über die bürgerliche Besserstellung der Juden für Kuppenheim 53 jüdische Personen genannt: Neun jüdische Ehepaare, ein Witwer und eine Witwe, 20 Kinder männlichen und 13 Kinder weiblichen Geschlechts. [22]

4 NS-Zeit

Kinder vor der am 10. November 1938 von den Nazis niedergebrannten Synagoge von Kuppenheim
1933 lebten in Kuppemheim 51 Juden, die damit 1,8% der Gesamtbevölkerung des Ortes stellten. Die meisten der Kuppenheimer Juden trieben neben Handel mit Eisenwaren und Textilien den Viehhandel, der aber infolge der Entwicklung in der Landwirtschaft ab Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend keine ausreichende Lebensgrundlage mehr bot. Die Kuppenheimer Juden reagierten darauf mit Auswanderung entweder in die USA oder in nahegelegene größere deutsche Städte wie Rastatt, Karlsruhe oder Mannheim. Die Migration beschrenkte sich eher auf jüngere Juden, weil die älteren sich nicht mehr in der Lage sahen, sich im In- oder Ausland eine neue Existenz aufzubauen. Dies führte dazu, dass 1937 nur noch 40 und 1940 nur noch 16 jüdische Menschen in Kuppenheim lebten, unter denen sich nur zwei Familien mit Kindern befanden. [23] [24] [25]

In Kuppenheim finden sich vor 1933 wenig Anzeichen für Antisemitismus. 1923 beschloss der Gemeinderat mit immerhin 33 Ja- gegen nur 18 Nein-Stimmen, den jährlichen Beitrag der Stadt für die Erzeilung des jüdischen Religionsunterrichts wegen der Inflation in Goldmark an die jüdische Gemeinde auszuzahlen. In der örtlichen Feuerwehr taten bis 1933 Juden und Nichtjuden miteinander Dienst und 1924 wurde z.B. dem langjährigen Synagogenvorsteher Elias Dreyfuß für 50 Jahre Dienstzeit bei der Feuerwehr das Ehrenzeichen verliehen. 1930 und 1932 wurde der jüdische Eisenwarenhändler Semi Schlorch von der Generalversammlung des Musikvereins Kuppenheim zum 2. Vorstand gewählt. Der Bürgermeister Gustav Grathwohl ließ sogar bis 1936 den Eisenbedarf der Stadt überwiegend bei der jüdischen Firma Herz & Schlorch ordern. [26] Diese Feststellung eines schwächer ausgeprägten Antisemitismus deckt sich teilweise mit Beobachtungen in anderen ländlich strukturierten, und besonders wie Kuppenheim ebenfalls katholisch geprägten Orten, die alteingesessene jüdische Gemeinschaften beherbergten. Die wirtschaftliche und soziale Etablierung der meisten Juden in der Mittelchicht erlaubte kaum eine soziale Isolierung, wie sie vieleicht für die jüdische Oberschicht und die jüdischen Intellektuellen in größeren Städten möglich war. [27] In kleineren Orten kannte man die Juden aus der Nachbarschaft, wohnte neben- und miteinander und hatte geschäftliche Beziehungen. Das Zusammenleben hatte zu einer so weitgehenden Integration geführt, so dass die Bevölkerung dieser Orte der Judenverfolgung wesentlich reservierter gegenüberstand als in großstädtischen Gebieten. [28] Dazu passt auch, dass die NSDAP bei den bis 1933 stattfindenden freien Wahlen in Kuppenheim immer relativ schlecht abschnitt. So erreichten die Nazis bei den Reichtagswahlen von 1933 in Kuppenheim im Vergleich zum Reichsdurchnitt von 43,9% und dem Durchschnitt für das Land Baden von 45,4% mit 22,2% ein relativ dürftiges Ergebnis. Nur in sechs der 67 badischen Wahlbezirke lagen die Ergebnisse für die NSDAP noch unter den 22,2% von Kuppenheim. [29] Da die katholische Zentrumspartei in Kuppenheim immer die absolute Mehrheit erreichte, sprach man im von der NSDAP beherrschten Bezirksamt Rastatt im August 1933 davon, "dass im schwarzen Kuppenheim endlich aufgeräumt" werden müsse. Zu erwähnen ist hier auch der couragierte Stadtpfarrer Heinrich Geiler, der sich weder vor noch nach der Machtergreifung der Nazis ungeachtet drohender persönlicher Folgen auf der Kanzel und in seinem Kirchenblatt nicht davon abhalten ließ, eine deutliche Sprache gegen das Regime zu wählen. [30]

Aber auch in Kuppenheim begann die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung: Am 1. April 1933 inszenierten die Nationalsozialisten einen deutschlandweiten Boykott jüdischer Geschäfte. Wieweit dieser Boykott in Kuppenheim im gewerblichen Leben zum Tragen kam, ist nicht überliefert. 1934 ließen die Nazis auf dem Kuppenheimer Friedhof ein Schlageterkreuz aufstellen, und am 9. Juni 1935 forderte der Kuppenheimer NS-Ortsgruppenleiter Franz Wagner Bürgermeister Gustav Grathwohl auf, die NS-Hetzschrift Der Stürmer an der Außenseite des Treppenaufgangs zum Rathaus gut sichtbar auszuhängen um "alle Volksgenossen über das Judentum richtig auzuklären". [31] Der NS-Ortsgruppenleiter Wagner begann gegen den Bürgermeister Grathwohl zu intrigieren und prangerte dessen angeblich zu nachgiebige Haltung gegenüber den Juden von Kuppenheim an. So erschien im Juli 1935 In Der Stürmer ein Artikel, der anprangerte, dass die jüdische Firma Herz & Schlorch im Jahr 1934 zum Schlageterkreuz von Kuppenheim das Eisen stiftete. Nachdem Wagner den Bürgermeister 1936 in einem Brief an das Kreisgericht der NSDAP in Rastatt beschuldigte, dass er "sich 1933 erst in letzter Stunde in die Partei eingeschlichen" habe, "sein Amt als Bürgermeister nicht im wirklich nationalsozialistischem Sinne bekleide" und "immer versucht, gerade dem schlimmsten Gegner des Nationalsozialismus, den Juden, seine Symphatie zu bringen", wurde Bürgermeister Grathwohl am 4. November 1936 wegen "judenfreundlicher Dienstführung" aus der NSDAP ausgeschlossen.

5 Nach 1945

6 Die Synagoge

7 Jüdischer Friedhof

8 Bekannte mit Kuppenheim verbundene jüdische Personen

  • Isak Aron (* um 1751; gest. 20. September 1829 in Bühl), von 1814 bis 1829 in Kuppenheim Vorsänger in der Synagoge.
  • Semi Schlorch (* 13. März 1889 in Obbach bei Schweinfurt; gest. kurz nach dem 11. September im KZ Auschwitz), Kaufmann der mit seinem Schwager Berthold Herz die regional bedeutende Eisenwarenhandlung Herz & Schlorch führte.
  • Johann Joseph Eugen Schaeuble (* 25. September 1904 in Kuppenheim; gest. 26. November 1968 in Kiel), Anthropologe, Erbbiologe und Hochschullehrer.
  • Samuel Herz (* 9. August 1861 in Kuppenheim; gest. 30.12.1942 im zum Camp de Gurs gehörenden Lager Perpignan), früherer Inhaber der regional bedeutenden Eisenwarenhandlung Herz & Schlorch.

9 Literatur

10 Weblinks

11 Einzelnachweise

  1. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 21
  2. zitiert nach Kuppenheimer Urkundenbuch, Regest Nr. 60
  3. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 21
  4. Franz Hundsnurscher und Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden - Denkmale, Geschichte, Schicksale, Kohlhammer, 1968, S. 7
  5. Peter F. Kramml: Kaiser Friedrich III. und die Reichsstadt Konstanz (1440-1493) - Die Bodenseemetropole am Ausgang des Mittelalters, J. Thorbecke, 1985, S. 203
  6. Achim Nolte: Jüdische Gemeinden in Baden und Basel, Duncker & Humblot, 2019, S. 37 und 38
  7. Generallandesarchiv Karlsruhe / 74 Nr. 3707
  8. J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 364
  9. Der abgebildete Text lautet: "Ernst Friedrich, von Gottes Gnaden, Marggraue zu Baden und Hachberg u. s. w. — Lieber getrewer. Wir haben guediglich bewilligt, dass Isac Jud, so jezmahle zue Gunstetten in der Landvogtey Hagenauw wohnt, möge gehn Kuppenheim ziehen und daselbsten ohne Tribut wohnen; doch hingegen uns off unsern Häusern er die Bethgewandte in dem mit ihm überkommen lohn soll der gebühr nach säubern, bereiten und waschen. Ist unser Meinung und bevelch, wollest gedachtem Juden uff gewöhnliche Huldigung berürter gestallt gestatten und in solchen, wie sich geburt, schüzen und handthaben und ufachtung geben. dass or in zeit seiner Wohnung sich dergestallt verhalte, dass unsere Underthanen damit in keinem Weg beschwerdt werden. Thun wir uns versehen. Datum den 12. Augusti anno 1601. Erhardt von Ramingen. Jo. Rudolph Lorchheimer." (zitiert nach J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 359)
  10. zitiert nach Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 23
  11. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 23
  12. Manfred Geck: Bezirkssparkasse Kuppenheim 1910-1985, Deutscher Sparkassenverlag, Stuttgart, 1985, S. 33
  13. J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 352
  14. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 23
  15. zitiert nach J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 354
  16. J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 359
  17. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 24 und 25
  18. Jüdisches Kuppenheim - Initiative gegen das Vergessen
  19. zitiert nach Generallandesarchiv Karlsruhe 74/3711
  20. J. A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Baden; in Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band XI, J. Bielefeld`s Verlag, Karlsruhe, 1896, S. 384
  21. zitiert nach Gerhard Friedrich Lindner: Kuppenheim - Chronik einer Stadt, Ubstadt-Weiher, Verlag Regionalkultur, 1999, Anhang XII, Ziffer 2.3
  22. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 29
  23. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 69 und 70
  24. Kuppenheim (Baden-Württemberg) auf www.jüdische-gemeinden.de
  25. Jüdisches Kuppenheim - Initiative gegen das Vergessen
  26. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 70, 71 und 75
  27. Arno Herzig: Assimilationsprobleme aus jüdischer Sicht; in Hans Otto Horch und Horst Denkler: Judentum, Antisemitismus und deutschsprachige Literatur vom 18. Jahrhunder bis zum Ersten Weltkrieg, Walter de Gruyter, 2012, S. 26
  28. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 72
  29. Karl Dietrich Bracher: Die nationalsozialistische Machtergreifung - Studien zur Errichtung des totalitären Herrschaftssystems in Deutschland 1933/34, Springer-Verlag, 2013, S. 129 bis 131
  30. www.kuppenheim.de
  31. Gerhard Friedrich Lindner: Die jüdische Gemeinde in Kuppenheim, herausgegeben von der Stadt Kuppenheim, Verlag Regionalkultur, 1999, S. 70 bis 72

12 Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Geschichte der Juden in Kuppenheim (Baden-Württemberg)) vermutlich nicht.




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