Gauchogate

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Ein Siegesgesang mit Tanzeinlage, der nach dem siegreichen Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 am 15. Juli von einigen Spielern der Deutsche Fußballnationalmannschaft am Brandenburger Tor in Berlin angestimmt worden war, sorgte für Irritationen und einen handfesten Skandal als Gauchogate. Weil die Fußballspieler ihren Final-Gegner Argentinien damit verhöhnten, löste diese Aktion unter anderem bei Twitter einen Shitstorm aus. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft wurden in Südamerika daraufhin als Nazis beschimpft.

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1 Vorgang

Als am 15. Juli 2014 die Nationalmannschaft an der Tribüne der Fanmeile am Brandenburger Tor angelangt waren, stimmten die Nationalspieler Roman Weidenfeller, Shkodran Mustafi, André Schürrle, Miroslav Klose, Mario Götze und Toni Kroos einen Siegesgesang an. Dabei sangen sie: „So geht der Gaucho, der Gaucho, der geht so, so geht der Gaucho, der Gaucho, der geht so...“ Dabei nahmen sie eine gebückte Körperhaltung an und schritten im Liedrhythmus vor. Bei Wechsel zur zweiten Strophe nahmen sie eine aufrechte Haltung ein und sangen: „So geht der Deutsche, der Deutsche, der geht so...“ Anschließend forderten sie die anwesenden Fans auf, in den Gesang mit einzustimmen. Bereits wenige Stunden später war auf dem sozialen Netzwerk Twitter der Name „Gauchogate“ etabliert. Mit Gaucho war eine direkte Anspielung auf den argentinischen Gegner im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 verbunden. Der Gaucho-Song geht angeblich auf das Kinderlied „Ich kenne einen Cowboy“ (Komponist unbekannt) zurück.

2 Reaktionen

Das Lied sorgte für einige Irritationen in der Presselandschaft, wie auch in den sozialen Netzwerken. Dabei fielen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus, wobei es keine eindeutige Zustimmung gab: „Schnapsidee“ (Welt.de) und üble Persiflage (Faz.net). Sie reichten von der Beschwichtigung, dass es sich nur um ein harmloses Lied handelt, welches im Freudenrausch gesungen worden sei, bis hin zur Verhöhnung des Gegners mit einer deutlich rassistischen Tendenz. Der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bedauerte den missverständlichen Text und kündigte an, dies in einem Brief an seinen argentinischen Amtskollegen Julio Grondana deutlich zu machen.[1] Die argentinische Sportzeitung Olé bezeichnete die Szene als polemisch und der Radiosender Continental in Buenos Aires nannte die Szene und die Attitüde die von ekelhaften Nazis [2] Der Moderator Alexander Bommes meinte peinlich berührt, dass man das Mikrophon niemals aus der Hand hätte geben dürfen.

„Die Gauchos gehen gebückt, zwischen Niedergeschlagenheit und Demütigung, während Deutsche aufrecht wie Hermann, der Cherusker, den Pokal gen Himmel strecken.“

Frank Lübberding in der FAZ[3]

Der größte Fernsehsender Argentiniens, Empanada-TV, brachte eine dreistündige Sondersendung, bei der Aufnahmen Jogi Löws von der Trainerbank mit Hitlerreden unterlegt waren. Miroslav Klose wurde als Adolf Klose diffamiert. www.freitag.de kritisierte das DFB-Team mit folgenden Worten harsch:

"Die Spieler führen die Fans nicht in die Moderne – sondern der tumbe Deutschland-Fan die Spieler am Nasenring durch die Manege zurück ins 20. Jahrhundert. Wer 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges die deutsche Nation durch vermeintliche Überlegenheit – und sei es auch nur spielerisch – wiederbeleben will, sollte lieber einen Blick in die darauffolgende Geschichte werfen, statt den Schmähgesang in deutschen Fußballstadien zu internationalisieren." [4]

3 Weblinks

4 Andere Lexika

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5 Einzelnachweise

  1. Die Zeit
  2. Abendzeitung in München
  3. Meedia.de
  4. http://www.freitag.de/autoren/danielm2601/jogis-jungs-als-trojanisches-pferd

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