Friedheim (Flensburg)

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Datei:Straßenschild Friedheim (Flensburg 2014).JPG
Das Straßenschild Friedheim wo der Stadtbezirk entstand

Friedheim ist ein Stadtbezirk von Flensburg-Mürwik. Er ist der größte Stadtbezrk des Stadtteils.[1]

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1 Geschichte

Im Jahr 1910 waren Twedter Holz und Twedt nach Flensburg eingemeindet worden.[2] Die Keimzelle des Stadtbezriks Friedheims befindet sich beim Bereich der Straße Friedheim, von der die Straße Am Bauernhof abgeht. Denn dort befand sich ein Bauernhof, der ungefähr seit dem Jahr 1831 Hartwig Samuelsen gehörte. Sein Nachkomme Peter Samuelsen verkaufte die umliegenden „Samuelsen'schen Ländereien“ in den 1910er Jahren an Torpedoschlosser der Marineschule und an die Stadt, welche die Ländereien in kleinere Parzellen aufteilte und ohne Gewinn zu machen an die Mitglieder der Kleinsiedlungsgenossenschaft Friedheim verkaufte. Die Genossenschaft baute auf dem Gebiet im Jahre 1919, mit staatlichen Zuschüssen, die ersten Häuser der neuen „Siedlung Friedheim“, [3][4] bei der einige Ansätze der Flensburger Gartenstadtbewegung sich entfalteten.[5]

Wie es im Einzelnen zu der Benennung der Siedlung Friedheim kam ist unklar. In Deutschland existieren mehrere Orte namens Friedheim. Auch als Personennamen existiert der Name. Offensichtlich nahliegende Deutungen wären „eingefriedetes Heim“[6] oder „friedliches Heim“.[7] Die Straße Friedheim erhielt ihren Namen am 23. August 1919.[8] Das Siedlungsprojekt hatte sich an Torpedoschlosser und an die minderbemittelte Bevölkerung gewendet.[9][10]

Bis 1929 baute die Genossenschaft weitere Häuser.[11] Kurz darauf machte sie Konkurs.[12] Dennoch wuchs die Siedlung schrittweise immer weiter. Ein zweiter Bauernhof im Gebiet befand sich ein Stück weiter östlich. Die Straße am besagten Bauernhof erhielt im Jahr 1953 seinen Namen Kiefernweg.[13] Unmittelbar neben dem Bauerhof, dessen Wohnhaus erhalten geblieben ist, zweigt die Straße nach Twedter Feld ab..[14] Die Straßen Marrendsamm und Marrensberg erhielten ihre Namen 1959. Der Namme Marren verweist darauf, dass das Gebiet der beiden Straßen ganz früher einmal dem Kirchspiel St. Marien gehört hatte.[15] Anfang der 1960er Jahre entstand am nördlichen Anfang der Straße Friedheim der Twedter Plack, der sich zum neuen Zentrum Mürwiks entwickelte. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bebauung immer weiter ostwärts, bis sie in den 1970er Jahren,mit dem Neubaugebiet Am Fördewald, bis an den Glücksburger Wald herangewachsen war.[16] In den 1970er Jahre wurden auch die beiden weißen Hochhäuser auf der Osterkoppel und dem Twedter Feld hochgezogen, die seitdem weithin sichtbare Aktzente setzen.[17] Als einer der „ersten Bewohner der Osterkoppel“ gilt der Klabautermann, der dort als Skulptur des Flensburger Bildhauers Hermann Sörensen am 8. Juli 1976 aufgestellt wurde.[18] Auch kulturell lebte der Stadtbezirk auf. Ende der 1970er Jahre wurde in Friedheim die Angeliter Trachtengruppe von 1979 e.V., die überregional Bekanntheit erlange, gegründet.[19] Außerdem findet in Solitüde am Rande des Stadtbezirks, seit den 1970er oder 1980er Jahren das Solitüde-Fest statt. Der ehemalige Bauernhof der Familie Samuelsen wurde im Jahr 1984 abgerissen, so dass nur noch die Straße Am Bauernhof, die ihren Namen 1957 erhalten hat, an ihn erinnert.[20][21]

Im Zuge der Konversion der 1990er Jahre entstanden die Waldsiedlung Tremmerup und die Bebauung am Rande von Twedter Feld. Überbaut wurde auch der Bereich des Schießplatzes (vgl. Sonderbereich Mürwik) auf dem Asmus Jepsen am 6. Mai 1945 erschossen wurde, während die Kapitulation schon eingeleitet worden war. Der Bereich des Schießplazes der bis zum Endde des Kalten Krieges militärisch genutz wurde, erhielt den Namen Asmus-Jepsen-Weg.[22][23]

2 Friedheim heutzutage

Datei:Friedheim-Schule, Flensburg-Mürwik 2013.JPG
Die Grundschule Mürwiks, die Friedheim-Schule im Stadtbezirk Friedheim

Inmiten des Stadtbezirks liegt die Friedheim-Schule, die seit Jahrzehnten von den Grundschülern des Stadtbezirks besucht wird.[24] Neben der Neu-Bebauung existieren heute auch ein paar alte Sorgenkinder der Alt-Bebauung, so beispielsweise ein Einfamilienhaus an der Straße Friedheim, dass 2013 von der MoinMoin als Geisterhaus von Friedheim betitelt wurde.[25]

Auch ein Neubaugebiet besitzt der Stadtbezirk wieder, nämlich im Bereich Alte Gärtnerei, an der Osterkoppel, welches aber auf Grund der geplanten hohen Bebauung umstritten ist.[26]

3 Einzelnachweise

  1. Zahlenspiegel Teil 3: Stadtteile. Stadt Flensburg. Abgerufen am 2. Februar 2015.
  2. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, Seite 413
  3. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Am Bauernhof
  4. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Friedheim
  5. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Gartenstadtallee
  6. Vgl. Duden — Herkunftswörderbuch, 1963, Lexem: Friedhof
  7. Vgl. Schule Friedhheim, Vogel Frieda, Ein Stück des Weges leben und lernen wir gemeinsam, abgerufen am: 18. März 2015
  8. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Friedheim
  9. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel: Twedter Plack.
  10. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Am Bauernhof
  11. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel: Twedter Plack.
  12. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Friedheim
  13. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Kiefernweg
  14. Gerret Liebing Schlaber: Vom Land zum Stadtteil. Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort ca. 1860-1930. Flensburg 2009. Seite 144
  15. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Marrensdamm und Marrensberg
  16. Flensburger Tageblatt: Luftbildserie: Fördewald: Am Grünen und im Stillen, vom: 27. August 2011, abgerufen am: 25. Februar 2014
  17. Flensburger Tageblatt: Luftbildserie Teil II: Marineschule Mürwik: Der Boom in der "matschigen Bucht", vom: 17. Juli 2012; abgerufen am: 18. März 2015
  18. SBV-Bote 114, Seite 10; abgerufen am: 18. März 2015
  19. Vgl. Angeliter Trachtengruppe von 1979 e.V., abgerufen am: 18. März 2015
  20. Gerret Liebing Schlaber: Vom Land zum Stadtteil. Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort ca. 1860-1930. Flensburg 2009. Seite 144
  21. Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005 , ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Am Bauernhof
  22. Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein (Hrsg.): Der Untergang 1945 in Flenburg (Vortrag am 10. Januar 2012 von Gerhard Paul), Seite 18
  23. Flensburger Tageblatt: Luftbildserie: Fördewald: Am Grünen und im Stillen, vom: 27. August 2011, abgerufen am: 25. Februar 2014
  24. Flensburg Mobil, Schule Friedheim, abgerufen am: 18. März 2015
  25. MoinMoin: Das Geisterhaus von Friedheim, 19. Februar 2013; abgerufen am: 18. März 2015; alternativer Link dort
  26. Stadtplanung: Bürger wollen Bauprojekt anfechten, vom: 4. September 2014; abgerufen am: 19. März 2015

4 Weblinks

 Commons: Friedheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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